Lehrer, Paedagoge

Attraktiver
öffentlicher Dienst

Ein funktionierender öffentlicher Dienst braucht Beschäftigte, die bleiben wollen. Dafür braucht es faire Besoldung und Versorgung.

Damit der öffentliche Dienst attraktiv bleibt

Ein funktionierender öffentlicher Dienst braucht Beschäftigte, die bleiben wollen – und neue Kolleg*innen, die kommen. Dafür braucht es faire Bezahlung, verlässliche Perspektiven und eine Versorgung, auf die man sich verlassen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass Berlin und Brandenburg als öffentliche Arbeitgeber attraktiv und handlungsfähig bleiben.

Warum das Thema dich betrifft

Wenn Bezahlung und Versorgung nicht stimmen, hat das Folgen: 

  • Stellen bleiben unbesetzt.
  • Beschäftigte wandern ab.
  • Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen geraten unter Druck. 

Das betrifft nicht nur Beamt*innen und Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Es betrifft alle, die darauf angewiesen sind, dass Behörden, Schulen, Kitas, Polizei, Justiz und andere öffentliche Einrichtungen funktionieren.

Kurz erklärt – worum geht es?

Besoldung betrifft vor allem Beamt*innen. Sie ist gesetzlich geregelt und keine Tariffrage. 

Versorgung meint vor allem die Absicherung im Ruhestand. 

Politisch geht es dabei um eine zentrale Frage: 
Wie muss die öffentliche Hand bezahlen und absichern, damit sie qualifiziertes Personal gewinnt, hält und fair behandelt?

Das Problem in Berlin und Brandenburg

Der öffentliche Dienst steht in beiden Ländern unter Druck: Fachkräftemangel, wachsende Aufgaben und Konkurrenz um qualifiziertes Personal verschärfen die Lage. Wer engagiertes Personal will, muss gute Arbeitsbedingungen bieten – dazu gehört auch eine faire Bezahlung. 

Für Berlin ist die Lage besonders klar benannt: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Besoldung muss umgesetzt werden. Das ist keine freiwillige Leistung, sondern eine Pflicht. 

Zugleich gilt: Attraktive öffentliche Arbeitgeber brauchen nicht nur faire Bezahlung, sondern auch Entwicklungsperspektiven, funktionierende Arbeitsstrukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.

Unsere Forderungen als DGB

Der öffentliche Dienst kann nur attraktiv sein, wenn Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Perspektiven zusammenpassen.

Wir fordern:

  1.  Verfassungsgemäße und faire Besoldung sicherstellen.
    Entscheidungen zur amtsangemessenen Besoldung müssen vollständig umgesetzt werden.
  2. Öffentliche Arbeitgeber attraktiver machen.
    Gute Bezahlung, verlässliche Entwicklungsmöglichkeiten und ein starkes betriebliches Miteinander sind entscheidend, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
  3. Arbeitsbedingungen mitdenken.
    Faire Bezahlung wirkt nur dann nachhaltig, wenn auch Gesundheitsschutz, Vereinbarkeit, Arbeitszeit und Mitbestimmung stimmen.
  4. Outsourcing zurückdrängen und Verantwortung sichern.
    Verlässliche Strukturen stärken Qualität, Bindung und Handlungsfähigkeit öffentlicher Arbeitgeber

Was jetzt passieren muss

  • Politik muss dafür sorgen, dass öffentliche Arbeitgeber verlässlich und rechtssicher handeln.
  • Land und Kommunen müssen Besoldung, Arbeitsbedingungen und Personalentwicklung zusammen denken.
  • Beschäftigte brauchen Mitbestimmung und starke Interessenvertretungen, damit Reformen nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden. 

Wer den öffentlichen Dienst stärken will, muss auch bei Bezahlung und Absicherung liefern

Häufige Fragen

Ist Besoldung dasselbe wie Tariflohn?

Nein. Besoldung ist gesetzlich geregelt und betrifft vor allem Beamt*innen. Tariflöhne werden zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt.

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