Damit Arbeit und Leben zusammenpassen
Gute Arbeit nützt wenig, wenn die Miete den Lohn auffrisst. Doch genau das erleben viele Beschäftigte in Berlin und Brandenburg: Wohnen wird teurer, Wege werden länger, bezahlbare Wohnungen sind knapp. Wir setzen uns dafür ein, dass Wohnen kein Luxus wird, sondern Teil sozialer Sicherheit bleibt.
Warum das Thema dich betrifft
Bezahlbares Wohnen ist keine Nebenfrage. Es entscheidet mit darüber,
- ob vom Lohn am Monatsende noch genug übrig bleibt,
- ob Auszubildende und Fachkräfte in der Region bleiben können,
- ob Pendeln zur Dauerbelastung wird.
Wenn Beschäftigte keine bezahlbare Wohnung finden, trifft das nicht nur sie selbst. Es verschärft auch den Fachkräftemangel und schwächt den sozialen Zusammenhalt. Viele Beschäftigte erleben genau das: Die Miete frisst einen immer größeren Teil des Lohns.
Kurz erklärt – worum geht es?
Bezahlbares Wohnen heißt: Menschen sollen eine Wohnung finden können, die erreichbar, bezahlbar und menschenwürdig ist. Für uns gehört dazu:
- genügend dauerhaft bezahlbare Wohnungen
- wirksamer Schutz vor Verdrängung
- soziale Verantwortung öffentlicher und privater Wohnungsunternehmen
- Lösungen für Beschäftigte, Auszubildende und zugewanderte Fachkräfte
Wohnen ist damit nicht nur ein Stadtentwicklungs-Thema. Es ist auch eine Frage von Einkommen, Arbeitsmarkt und Daseinsvorsorge.
Das Problem in Berlin und Brandenburg
Die Mietenkrise verdrängt Beschäftigte aus Stadt und Umland.
In Berlin wird der Wohnungsmarkt immer stärker zur sozialen Barriere: Beschäftigte pendeln aus dem Umland oder von weit draußen, Auszubildende geben einen großen Teil ihres Einkommens für ein Zimmer aus, viele stehen jahrelang auf Wartelisten für bezahlbare Wohnungen.
Auch in Brandenburg ist Wohnen eng mit Arbeit und Daseinsvorsorge verbunden. Wenn Wohnraum in erreichbarer Nähe fehlt oder Wege immer länger werden, wird es schwerer, Fachkräfte zu halten und Regionen attraktiv zu entwickeln.
So darf es nicht weitergehen. Deshalb machen wir Druck für mehr Sozialwohnungen, Werkswohnungen und Azubi-Werke
Unsere Forderungen als DGB
Wohnen muss wieder bezahlbar werden – für Beschäftigte, Auszubildende und Familien
Wir fordern:
- Öffentlichen Wohnungsbau massiv ausweiten.
Berlin und Brandenburg brauchen mehr dauerhaft bezahlbare Wohnungen in öffentlicher Hand. - Soziale Vorgaben für öffentliche Wohnungsunternehmen stärken.
Wo die öffentliche Hand direkt Einfluss hat, muss bezahlbares Wohnen auch konsequent gesichert werden. - Werkswohnungen und Azubi-Werke fördern.
Beschäftigte und Auszubildende brauchen bezahlbare Einstiegs- und Übergangslösungen – dezentral, gut angebunden und sozial abgesichert. - Mieterschutz ausbauen.
Milieuschutz, Mietpreisbremse und Umwandlungsschutz dürfen nicht ausgehöhlt werden. - Private Wohnungswirtschaft stärker in die Pflicht nehmen.
Wohnen ist keine Ware wie jede andere. Große private Anbieter müssen stärker reguliert werden, damit Verdrängung und spekulativer Leerstand eingedämmt werden
Was jetzt passieren muss
- Politik muss bezahlbares Wohnen wieder als Kernaufgabe behandeln – mit öffentlichem Wohnungsbau, stärkerem Mieterschutz und klaren sozialen Vorgaben.
- Öffentliche Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten und bezahlbaren Wohnraum sichern statt Renditedruck zu erhöhen.
- Arbeitgeber und Wirtschaft dürfen die Wohnungsfrage nicht länger ausblenden. Wer Fachkräfte gewinnen will, muss auch die Lebensbedingungen mitdenken.
Wohnen ist kein Randthema. Es entscheidet mit darüber, ob Berlin und Brandenburg sozial, lebenswert und wirtschaftlich handlungsfähig bleiben.
Häufige Fragen
Warum ist Wohnen ein Gewerkschaftsthema?
Weil hohe Mieten Löhne entwerten, Fachkräfte verdrängen und soziale Sicherheit untergraben. Gute Arbeit und bezahlbares Wohnen gehören zusammen.
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