Faire Rente sichern

Viele Menschen sorgen sich, ob ihre Rente später reicht

Damit Arbeit nicht in Armut endet

Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter sicher leben können. Doch viele Menschen sorgen sich, ob ihre Rente später reicht – besonders bei niedrigen Löhnen, unterbrochenen Erwerbsbiografien oder langen Zeiten in belastenden Berufen. Wir setzen uns dafür ein, dass Rente verlässlich, solidarisch und armutsfest bleibt.

Warum das Thema dich betrifft

Rente ist kein Thema nur für später. Sie betrifft schon heute den Alltag: 

  • Reicht mein Lohn, um später genug Rente zu bekommen?
  • Was passiert, wenn ich lange in Teilzeit arbeite oder Angehörige pflege?
  • Wie komme ich nach einem belastenden Arbeitsleben gesund bis zur Rente? 

Wer wenig verdient, unsicher beschäftigt ist oder Lücken im Erwerbsleben hat, trägt ein höheres Risiko, im Alter auf zu wenig Einkommen angewiesen zu sein.

Kurz erklärt – worum geht es?

Die gesetzliche Rente soll den Lebensstandard im Alter absichern. Sie ist ein zentrales Element sozialer Sicherheit. Für eine faire Rente kommt es vor allem auf drei Dinge an:

  • gute Löhne und sichere Beschäftigung während des Arbeitslebens
  • verlässliche Rentenansprüche auch bei Brüchen in der Erwerbsbiografie
  • eine solidarische Absicherung, die vor Altersarmut schützt 

Rentenpolitik ist deshalb immer auch Arbeitsmarkt-, Lohn- und Gleichstellungspolitik.

Das Problem in Berlin und Brandenburg

Viele Beschäftigte blicken mit Unsicherheit auf ihren Ruhestand: Niedrige Einkommen, Teilzeit, prekäre Beschäftigung und unterbrochene Erwerbsverläufe drücken später die Rentenansprüche. 

Gerade in einer Region mit großen Unterschieden zwischen Branchen, Einkommen und Lebenslagen ist das ein ernstes Problem. 

Wir haben Rentenpolitik in den vergangenen Jahren immer wieder in die öffentliche Debatte gebracht und deutlich gemacht: Gute, langfristig sichere Renten sind keine Nebensache, sondern Teil sozialer Gerechtigkeit

Unsere Forderungen als DGB

Eine faire Rente braucht starke gesetzliche Sicherung statt Unsicherheit und Kürzungslogik.

Wir fordern:

  1. Die gesetzliche Rente stärken. 
    Wer gearbeitet hat, muss im Alter verlässlich abgesichert sein.
  2. Altersarmut wirksam verhindern.
    Renten müssen so ausgestaltet sein, dass sie vor Armut schützen – besonders bei niedrigen Einkommen und brüchigen Erwerbsbiografien.
  3. Gute Arbeit als Grundlage fairer Renten.
    Gute Löhne, Tarifbindung und sichere Beschäftigung sind die beste Rentenpolitik.
  4. Belastungen im Erwerbsleben ernst nehmen.
    Wer lange unter harten Bedingungen gearbeitet hat, braucht einen fairen Übergang in den Ruhestand

Was jetzt passieren muss

  • Politik muss die gesetzliche Rente stabil halten und vor weiterer Aushöhlung schützen.
  • Arbeitgeber müssen gute Löhne und verlässliche Beschäftigung sichern, damit Menschen überhaupt ausreichende Rentenansprüche aufbauen können.
  • Gesellschaftlich muss klar sein: Ein langes Arbeitsleben darf nicht in Unsicherheit enden. 

Rente ist kein Randthema. Sie ist ein Maßstab dafür, ob soziale Sicherheit im Alter wirklich gilt.

Häufige Fragen

Reicht private Vorsorge aus, um das Rentenproblem zu lösen?

Nein. Private Vorsorge kann die gesetzliche Rente ergänzen, aber nicht ersetzen. Faire Alterssicherung braucht eine starke solidarische Basis.

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