Öffentlichen Dienst stärken

Damit Berlin und Brandenburg funktionieren.

Kein Gemeinwesen funktioniert ohne Menschen, die beherzt anpacken: in Verwaltungen, Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Verkehrsbetrieben und vielen weiteren Bereichen. Wer engagiertes Personal will, muss  gute Arbeitsbedingungen bieten – sonst steht der Betrieb still. Wir setzen uns dafür ein, dass der öffentliche Dienst in Berlin und Brandenburg stark, demokratisch und  mitbestimmt ist – und dass die öffentliche Hand als Arbeitgeberin verlässlich handelt.

Warum das Thema dich betrifft

Vielleicht arbeitest du selbst im öffentlichen Dienst. Oder du merkst im Alltag, was passiert, wenn Stellen fehlen und die Infrastruktur am Limit läuft: 

  • Termine gibt es erst nach Wochen.
  • Abläufe dauern länger, weil Personal fehlt.
  • Beschäftigte fangen Defizite mit Überlastung auf. 

Öffentlicher Dienst ist nicht “Verwaltung”. Er ist das Rückgrat, das Stadt und Land zusammenhält – und er entscheidet mit darüber, ob Menschen Berlin und Brandenburg als handlungsfähig und gerecht erleben.

Kurz erklärt – worum geht es?

Öffentlicher Dienst heißt: Arbeit für das Gemeinwesen – in Behörden, öffentlichen Einrichtungen und bei öffentlichen Arbeitgebern. 

Damit er funktioniert, braucht es: 

  • ausreichendes Personal und gute Arbeitsbedingungen
  • Mitbestimmung (Personalräte) und Beteiligung
  • moderne Arbeitsorganisation und Qualifizierung
  • Investitionen in Gebäude, Technik und Ausstattung

Das Problem in Berlin und Brandenburg

Viele Bereiche sind personell angespannt. Gleichzeitig steigen Aufgaben: demografischer Wandel, Digitalisierung, Transformation, wachsende Anforderungen an Daseinsvorsorge und Infrastruktur. 

Wer Fachkräfte halten und Aufgaben bewältigen will, muss die öffentliche Hand als Arbeitgeberin zukunftsfähig aufstellen – mit guter Bezahlung, verlässlichen Arbeitsbedingungen und Beteiligung.

Unsere Forderungen als DGB

Der öffentliche Dienst muss attraktiv sein – nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag.

Wir fordern:

  1.  Gute Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst.
    Tarifbindung, Gesundheitsschutz, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und moderne Arbeitszeitmodelle müssen konsequent umgesetzt werden.
  2. Attraktivität der Bezirke steigern – gegen den Fachkräftemangel.
    Bezirksverwaltungen stehen im Wettbewerb mit Bund und Land. Sie brauchen faire Bedingungen, Entwicklungsperspektiven und ein starkes betriebliches Miteinander.
  3. Digitalisierung mit Beschäftigten gestalten.
    Technische Modernisierung darf keine zusätzliche Belastung sein. Beschäftigte müssen qualifiziert und beteiligt werden – mit Zeit, Ressourcen und Mitbestimmung.
  4. Dienstgebäude modernisieren – mit Klima- und Arbeitsschutzstandards.
    Öffentliche Infrastruktur muss zukunftsfähig werden: ökologisch, funktional und gesund.
  5. Outsourcing zurückdrängen, Insourcing prüfen.
    Wo öffentliche Aufgaben ausgelagert wurden und Lohndumping herrscht, muss die öffentliche Hand gegensteuern. Verlässliche Strukturen stärken Qualität und Personalbindung.

Was jetzt passieren muss

  • Politik muss verlässlich investieren: in Personal, Ausbildung, Gebäude und Ausstattung – statt Aufgaben durch Kürzungen und Arbeitsverdichtung zu „lösen“.
  • Öffentliche Arbeitgeber müssen attraktive Arbeitsbedingungen bieten und Mitbestimmung ernst nehmen.
  • Beschäftigte brauchen Beteiligung und Rückendeckung, damit Reformen nicht auf ihrem Rücken stattfinden. 

Eine funktionierende Daseinsvorsorge braucht Beschäftigte mit verlässlichen Arbeitsbedingungen, guter Ausstattung und politischer Rückendeckung.

Häufige Fragen

Warum ist der öffentliche Dienst ein Fachkräfte-Thema?

Weil Bezirke, Land und öffentliche Einrichtungen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal stehen. Ohne gute Bedingungen bleiben Stellen unbesetzt – und Leistungen brechen weg.

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