Frauen und
Gleichstellungspolitik

Wir setzen uns ein für die Gleichstellung aller Frauen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Frauen im DGB Berlin-Brandenburg

Wir, die Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund, sind viele.

Bei uns engagieren sich die Facharbeiterin in der Automobilindustrie ebenso wie die Altenpflegerin, die Berufseinsteigerin und die, die schon bald in Rente geht. Wir setzen uns ein für Frauen, die Familienpflichten schultern. Wir streiten für die Rechte von Frauen, die viel zu wenig verdienen und unsichere Arbeitsverträge haben. Und wir setzen uns für Frauen ein, die ausgegrenzt werden, weil sie zum Beispiel behindert sind oder wegen ihrer Herkunft diskriminiert werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist die gemeinsame Stimme aller Gewerkschaften mit ihren Tausenden Berufen gegenüber der Politik. Als DGB Frauen fordern wir eine moderne Frauen- und Familienpolitik. Unser Ziel ist eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern, so wie sie im Grundgesetz verankert ist. Im Bezirksfrauenausschuss des DGB Berlin-Brandenburg entwickeln Vertreterinnen der acht Mitgliedsgewerkschaften gemeinsam Ideen und Strategien, um unsere Ziele zu erreichen.

Unsere Forderungen als DGB

Wir fordern für ein gleichberechtigtes Leben von Männern und Frauen:

  1. Gleichberechtigte Teilhabe
    im Erwerbsleben, in der Wirtschaft, in Gesellschaft und Politik – das steht auch in der DGB-Satzung, der Grundlage für unser Handeln. Darüber hinaus ist es unser Ziel, die Gleichberechtigung nach Artikel 3 des Grundgesetzes zu verwirklichen.
  2. Wirtschaftliche Unabhängigkeit
    Unser wichtigstes Leitbild ist, dass Frauen finanziell unabhängig sind und ihr Leben selbstbestimmt führen können. Wer selbstbestimmt leben will, muss es sich leisten können. Frauen brauchen finanzielle Sicherheit! Miete, Aus- und Weiterbildung, Familie, Freizeit: Frauen müssen genug verdienen, um ihre Existenz eigenständig zu sichern und im Notfall auch ihre Kinder versorgen zu können. Das gelingt durch starke Tarifverträge und eine Aufwertung von Berufen, in denen besonders viele Frauen arbeiten.
  3. Arbeitszeiten, die zum Leben passen
    brauchen Frauen und Männer damit sie die gleichen Möglichkeiten haben , Erwerbstätigkeit und  Verantwortung für Familie und Hausarbeit zu übernehmen.
  4. Faire Verteilung von Sorgearbeit
    Wir wollen, dass Sorgearbeit – also sich um andere Menschen zu kümmern und den Haushalt zu stemmen – fair verteilt und die Partnerschaftlichkeit in Beziehungen gestärkt wird. Wichtig hierfür sind gute Rahmenbedingungen für Familien, zum Beispiel durch gute und zuverlässige Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige.
  5. Die Lohnlücke schließen
    Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Gewerkschaften setzen sich dafür ein, dass diese Lohnlücke geschlossen wird. Betriebe und Verwaltungen sollen sind zum Beispiel verpflichtet werden, ihre Bezahlungspraxis regelmäßig zu überprüfen, damit Kolleg*innen nicht benachteiligt werden.
  6. Bildung und Berufsorientierung von Klischees befreien
    Mädchen wie Jungen sollten sich frei und unbeeinflusst für einen Beruf entscheiden können. Bildung und Berufsorientierung müssen deshalb  von stereotypen Rollenbildern befreit werden.
  7. Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. 
    Als Gewerkschaftsfrauen fordern wir, dass Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt werden. Auf Landesebene muss eine flächendeckende medizinische Versorgung und der Zugang zu Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sichergestellt werden.
  8. Wirksame Maßnahmen gegen Sexismus und Gewalt am Arbeitsplatz. 
    Dafür muss die Prävention von Gewalt und sexueller Belästigung im Sinne des ILO Übereinkommens 190 stärker in den Arbeits- und Gesundheitsschutz verankert werden.
  9. Geschlechtergerechte Transformation der Arbeitswelt.
    Die Arbeitswelt ist im Wandel – durch Digitalisierung, KI und Energiewende. Wir fordern gleiche Weiterbildungschancen für Männer und Frauen ohne Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten.
  10. Gleichstellungscheck für alle politischen Vorhaben, 
    damit sie den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern gerecht werden und die Gleichstellung voranbringen.

Schutz vor häuslicher Gewalt

Für viele Frauen ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort. Jede dritte Frau in Deutschland ist in ihrem Leben mindestens einmal von Gewalt betroffen. Seit Jahren fordert der DGB die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention und macht sich für Prävention und den Schutz von Betroffenen stark – auch in Berlin und Brandenburg. 

Das Anfang 2025 beschlossene Gewalthilfegesetz ist ein wichtiger Schritt, um die Situation von Frauen zu verbessern. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an! Ab dem 1. Januar 2027 müssen die Bundesländer laut Gesetz ein flächendeckendes Netz an Schutz- und Beratungsangeboten zur Verfügung stellen. Davon sind wir in Berlin und Brandenburg noch entfernt. Die Landesregierungen sind daher gefordert, die Schutz- und Beratungsangeboten für gewaltbetroffene Frauen auszubauen. 

Stellungnahme Berliner Gewalthilfegesetz

Hilfetelefon

Du selbst erlebst Gewalt oder kennst eine Frau in deinem Umfeld der Gewalt widerfährt und weißt nicht, was du machen kannst?

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben.
Unter der Nummer 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr unterstützt.

Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz

Mit der #MeToo-Debatte ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stärker in den Fokus gerückt.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist schwerwiegend: Sie kann das Betriebsklima vergiften und betroffene Beschäftigte krank machen Ein großer Erfolg der Gewerkschaften war die Verabschiedung der ILO Konvention 190 im Jahr 2019: Mit der Konvention existiert nun endlich ein internationales Überein kommen, das verbindliche Mindeststandards regelt und Grenzen setzt, um Beschäftigte vor Gewalt und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.

Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen (§ 12ff. AGG). Sie müssen vorbeugende Maßnahmen treffen, ihre Beschäftigten schulen, im Fall einer sexuellen Belästigung die geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen gegenüber belästigenden Beschäftigten ergreifen. Hierfür muss jeder Arbeitgeber, unabhängig von der Größe, muss eine betriebliche Beschwerdestelle für Betroffene von Diskriminierung und sexueller Belästigung einrichten und bekannt machen.

Als DGB fordern wir darüber hinaus, den Schutz vor sexualisierter Gewalt und Belästigung stärker in den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu intergieren und Arbeitgeber über ihre Verpflichtungen aufzuklären.

DGB Leitfaden gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Bildimpressionen Bezirksfrauenkonferenz 2025

Bezirksfrauenkonferenz 2025

Inmitten wachsender sozialer Spannungen und drohender Kürzungen im sozialen Bereich setzen die Delegierten ein starkes Signal: Für Geschlechtergerechtigkeit braucht es eine solidarische Politik, die Frauen stärkt.

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Internationaler Frauentag 2026

Auch in diesem Jahr ruft ein breites feministisches, stadtpolitisches und gewerkschaftliches Bündnis zur Demonstration am Internationalen Frauenkampftag auf.

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Ausstellungsprojekt

Frauen, Tafelbild, 1973-1974 – Petra Flemming / Nachlass Flemming, C. Flemming (CC-Sa 3.0)

Frauenarbeit – Frauenalltag – Frauenrechte


Ausstellungsprojekt mit Zeitzeuginnen aus Brandenburg

In der Ausstellung geht es um die Situation und die Erfahrungen berufstätiger Frauen in der DDR, nach der Wende und heute.

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Was ist der Bezirksfrauenausschuss?

Eine starke Stimme des DGB und der Mitgliedsgewerkschaften für die Interessen von Frauen

Im Bezirksfrauenausschuss des DGB beraten die Vertreterinnen der acht Gewerkschaften und der DGB-Regionen über die Eckpunkte der gewerkschaftlichen Frauenpolitik in Berlin und Brandenburg. 

Gemeinsam setzen wir uns für die Interessen von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft ein. 

Die Vorsitzende ist Maika Kaindl-Wohlrab (GdP) und stellvertretende Vorsitzende ist Tugba Scherfner (GEW).

  • Geschäftsbericht Bezirksfrauenausschuss 2021-2025 Im Geschäftsbericht des Bezirksfrauenausschuss findet ihr einen umfangreichen Überblick über die Gleichstellungspolitische Arbeit des DGB Berlin-Brandenburg der vergangenen vier Jahre, darunter Einblicke in unserer politisches und gesellschaftliches Engagement, Berichte über unsere Fachveranstaltungen und Rückblicke zu den Internationalen Frauentagen. 3 MB Download PDF

Ansprechpartnerinnen

Anna-Katharina Dietrich

Abteilungsleitung

Frauen und Gleichstellungspolitik und Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik

Samantha Hanke

Assistentin

Frauen und -Gleichstellungspolitik sowie allgemeine Verwaltung

Aktuelle Meldungen zu Gleichstellung

Mai 2026

Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren in Berlin & Brandenburg am Tag der Arbeit

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“

März 2026

Angriffen auf Frauenrechte gemeinsam entgegentreten

Internationaler Frauentag 2026

November 2025

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Gewalthilfegesetz umsetzen JETZT!

Region Ostbrandenburg

Oktober 2025

Berliner Kundgebung „Lasst und gewaltfrei leben!“

Region Berlin - Tag gegen Gewalt an Frauen

August 2025

Spen­de für Bar­ni­mer Frau­en­haus

Region Ostbrandenburg

Juli 2025

"Gleich­stel­lung ist kein Spar­pos­ten!"

Bezirksfrauenkonferenz

März 2025

„Tarifverträge sind feministisch!“ 

Dezember 2024

Neue Landesregierung sollte nicht mit einem gleichstellungspolitischen Affront starten

Finanzierung der Brandenburgischen Frauenwochen

Sonntagsöffnung hat keine positiven wirtschaftlichen Effekte - dafür aber erhebliche Nachteile für Arbeitnehmer*innen

Widerspruch

März 2024

Auf­ruf zum In­ter­na­tio­na­ler Frau­en­tag 2024

Region Westbrandenburg

Februar 2024

Feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich

FRAUENTAG: 8. März Demo ab 11:30 Uhr auf dem Oranienplatz in Kreuzberg

Juli 2023

„Akzeptabler Ansatz“ – DGB Berlin-Brandenburg zum Doppelhaushalt 2024/25 für Berlin

Juni 2023

Gemeinsame Deklaration sieht Handlungsbedarf bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Gute Arbeit darf nicht krank machen – für mehr Personal in den Erziehungsberufen

November 2022

ILO-Kon­ven­ti­on JETZT UM­SET­ZEN !!!

Region Westbrandenburg

März 2022

In Potsdam machen Erzieherinnen Frauentag zum Kampftag

Internationaler Frauentag

Frauenrechte und gleiche Bezahlung gehen Hand in Hand

EqualPayDay und Internationaler Frauentag