Seit über 30 Jahren finden in Brandenburg die Frauenwochen rund um den Internationalen Frauentag am 8. März statt – mit bis zu 200 kleinen und großen Veranstaltungen im ganzen Bundesland. Das Finanzministerium hat nun überraschend die Förderung mehrerer im Rahmen der Frauenwochen geplanten Veranstaltungen eingestellt. Der DGB Berlin-Brandenburg kritisiert diese Entscheidung:
„Gerade in Zeiten, in denen Frauen* und gleichstellungspolitische Akteur*innen zunehmend antifeministischer Hetze und Bedrohungen ausgesetzt sind, braucht es Formate wie die Frauenwochen. Die vielen Workshops, Filmvorführungen oder Ausstellungen stärken die Frauen und die Gleichstellungspolitik vor Ort in den Kommunen“, erklärt die Vorsitzende des DGB-Bezirksfrauenausschusses, Susanne Feldkötter.
Der DGB Berlin-Brandenburg appelliert an das Finanzministerium und die neue Landesregierung, die Brandenburgischen Frauenwochen wie geplant zu fördern. Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg: „Die Begründung des Ministeriums, es könnten keine neuen Projekte gefördert werden, bis ein neuer Haushalt vorliege, läuft hier komplett ins Leere. Die Frauenwochen sind ein etabliertes und deutschlandweit einzigartiges Format. Genau jetzt brauchen wir klare Signale, Wertschätzung und die finanzielle Unterstützung für das langjährige gleichstellungspolitische Engagement der Brandenburger*innen. Von der neuen Landesregierung erwarten wir ein deutlicheres Bekenntnis zur Gleichstellungspolitik.“