Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25/09 - 24.03.2009

Rente mit 67 arbeitnehmerfeindlich

DGB-Tagung über „Gesund alt werden im Betrieb“

Trübe Aussichten, wenn die Beschäftigten in Deutschland an ihren Rentenbeginn denken: 33 % der befragten Arbeitnehmer befürchten laut DGB-Index „Gute Arbeit“, dass sie angesichts ihres Gesundheitszustands ihre Arbeit nicht bis zur Rente ausüben können.

Die Fakten zeigen, dass zwei Drittel vor Erreichen des 65. Lebensjahres in Rente gehen müssen, weil sie sich schlichtweg kaputt gearbeitet haben. Darauf machte Dieter Scholz, Vorsitzender des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg anlässlich der DGB-Fachtagung „Gesund alt werden im Betrieb- mit Guter Arbeit“ aufmerksam.

Angesichts dieser dramatischen Entwicklung sei das Festhalten der Bundesregierung an der Rente mit 65 eine sozialpolitische Illusion und im Kern arbeitnehmerfeindliche Politik, so Scholz.

Damit Gesundheitsschutz einen höheren Stellenwert erhalte, hat der DGB zusammen mit der IHK und den Unternehmensverbänden sowie der Gesundheitsverwaltung die Berliner Initiative gesunde Arbeit (BIGA) ins Leben gerufen.

Scholz verwies darauf, dass in der Region Berlin-Brandenburg jährlich 2,6 Mrd. Euro an Produktionsleistung durch Arbeitsunfähigkeit (vor allem Erkrankungen des Bewegungsapparats und des Atmungssystems) verloren gingen.

Beim Gesundheitsschutz gehe es darum, durch Prävention vor allem den eklatanten Anstieg psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz eindämmen zu helfen, sagte DGB-Chef Scholz.

Arbeitsschutz heiße auch, Sicherung der Lebensqualität. Dass Arbeits- und Gesundheitsschutz sich auch rechne, zeigten zudem zahlreiche Studien.


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Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

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