Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 49/2022 - 04.08.2022

DGB Berlin-Brandenburg bekräftigt Forderung nach Ausbildungsplatzumlage

DGB-Jugend kann Widerstand von Wirtschaftsverbänden nicht nachvollziehen

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres hat der DGB Berlin-Brandenburg seine Forderung nach einer Ausbildungsplatzumlage bekräftigt. „Wir begrüßen, dass der Berliner Senat jetzt konkrete Schritte zur Umsetzung seiner Koalitionsvereinbarung einleitet“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen. 

Eine gesetzliche Ausbildungsumlage mit Öffnungsklausel für allgemeinverbindliche Branchentarifverträge sei der einzig wirksame Weg, um dem Fachkräftemangel unter Beachtung branchenspezifischer Besonderheiten zu begegnen, sagte Techen.

„Wer Fachkräfte braucht, muss sie ausbilden. Wer nicht ausbildet, darf nicht länger Kostenvorteile daraus ziehen und anderen die Fachleute abwerben. Die Fachkräfteentwicklung ist in den Mittelpunkt der Zukunftssicherung von Unternehmen gerückt. Jetzt müssen Taten folgen, denn es gibt zwar wieder mehr Ausbildungsplätze in Berlin, aber nicht genug“, sagte Nele Techen. Berlins Angebot im Verhältnis zur Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sei seit Jahren bundesweit Schlusslicht. „Zudem ist es wichtig, die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. In einer bundesweiten Umfrage der Bertelsmann-Stiftung gaben nur 25 Prozent der Jugendlichen an, sie kämen mit den angebotenen Informationen zur Berufswahl gut zurecht“, sagte die Gewerkschafterin.

„Nirgends bilden Unternehmen weniger aus als in Berlin. Nur noch rund jede zehnte Firma beteiligt sich an der Ausbildung der dringend benötigten Fachkräfte von morgen. Zudem ist in keinem Bundesland der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtzahl der Beschäftigten so gering wie in der Hauptstadt“, sagte Jim Frindert, Bezirksjugendsekretär des DGB-Berlin-Brandenburg. „Die Gewerkschaftsjugend kann absolut nicht nachvollziehen, warum sich Wirtschaftsverbände gegen die vernünftige

Umlageregelung wehren. Denn wer Fachkräftemangel beklagt, muss ausbildende Unternehmen unterstützen und Trittbrettfahrer in die Pflicht nehmen. Es geht um eine solidarische Finanzierung der Ausbildungskosten. Auch 2022 bleiben wieder tausende ausbildungsinteressierte Jugendliche unversorgt“, so Frindert.


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