DGB Berlin-Brandenburg fordert eine Rente, die zum Leben reicht
Die DGB Rentenkommission hat heute in ihrem Abschlussbericht aufgezeigt, wie eine gute und verlässliche Rente für alle Generationen gestaltet werden kann. Der DGB Berlin-Brandenburg unterstreicht den Reformbedarf mit aktuellen Zahlen aus Berlin und Brandenburg. Frauen, die 2025 in eine Altersrente gegangen sind, erhielten durchschnittlich in Berlin 1.162 Euro und in Brandenburg 1.271 Euro. Die 2025 in Rente gegangenen Männer erhielten geringfügig mehr: 1.208 Euro in Berlin und 1.344 Euro in Brandenburg. Zum Vergleich: die Armutsgefährdungsschwelle für Alleinlebende lag 2025 bei 1.445 Euro.
„Diese Zahlen sind ein echtes Alarmzeichen. Wer alleinlebt und über keine anderen Einkommen verfügt, muss am Ende des Arbeitslebens jeden Cent dreimal umdrehen. Viele Menschen im Osten Deutschlands haben aber keine anderen Absicherungen. Deswegen brauchen wir eine starke gesetzliche Rente, die für das gewohnte Leben reicht“, erklärt Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg.
Um das zu erreichen, schlägt die DGB-Rentenkommission die Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent und perspektivisch auf 53 Prozent vor. Die gesetzliche Rente soll ergänzt werden mit einer verpflichtenden Betriebsrente für alle. Das Ziel ist ein Nettoversorgungsniveau von 70 bis 90 Prozent aus gesetzlicher und betrieblicher Rente.
„Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist dagegen keine Lösung. Schon jetzt schaffen es viele nicht, bis zu ihrem 65. oder gar 67. Lebensjahr zu arbeiten. Viele werden vor dem Eintritt in die Rente krank oder arbeitslos. Länger arbeiten für eine kürzere Rente, das belastet vor allem die jüngeren Generationen und das lehnen wir strikt ab“, ergänzt Katja Karger.