Deutscher Gewerkschaftsbund

31.10.2009

Gebäudereiniger-Streik erfolgreich beendet

Am 1. Januar erhöhen sich die Löhne und Ausbildungsvergütungen im Westen um 3,1 Prozent, im Osten um 3,8 Prozent. In der zweiten Stufe erhöht sich der Tarif erneut um 1,8 Prozent im Westen und 2,5 Prozent im Osten.

Die Stundenlöhne in der untersten Tarifgruppe, die zugleich der neue Mindestlohn in der Branche sein soll, betragen dann 8,55 Euro im Westen und 7,00 Euro im Osten. Für die Monate Oktober bis Dezember dieses Jahres werden die alten Tarifverträge für IG BAU-Mitglieder – auch Neueingestellte – wieder in Kraft gesetzt.

Arbeitgeber und IG BAU gehen mit dem Ergebnis des Spitzengesprächs vor die Presse

Arbeitgeber und IG BAU gehen mit dem Ergebnis des Spitzengesprächs vor die Presse

„Wir haben das ursprüngliche Arbeitgeberangebot vor dem Streik durch den mutigen und starken Einsatz der streikenden Kolleginnen und Kollegen weit übertroffen, der Streik hat sich ausgezahlt“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel.

„Auch in den anderen Tarifmaterien haben wir substantielle Fortschritte erzielt. Es wird einen Einstieg in die betriebliche Altersvorsorge geben, bei dem der Arbeitgeber auf jede hundert Euro Gehaltsumwandlung rund 23 Euro auf das Arbeitnehmer-Vorsorgekonto überweisen wird. Außerdem beginnen im Januar Verhandlungen über Angestellten-Tarifverträge. Damit haben wir unsere Streikziele weitgehend erreicht, der Streik wird ab Freitag dieser Woche ausgesetzt.“

Über das Tarifergebnis, das mit einer Erklärungsfrist bis zum 10. November versehen ist, werden die Mitglieder der IG BAU noch in einer erneuten Urabstimmung befragt. Danach entscheidet der Bundesvorstand der IG BAU am 9. November abschließend über die Annahme des Tarifpakets.

Große Zustimmung und Anerkennung zum Tarifabschluss der IG BAU für ihre Gebäudereiniger auch in Berlin: und zum Abschluß: Grillparty im Gewerkschaftshaus Keithstr.

Volles Haus bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses

Volles Haus bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses

Große Zustimmung und zufriedene Gesichter gab’s heute Vormittag kurz nach 11 Uhr bei den rund 250 streikenden Kolleginnen und Kollegen aus dem Berlin-Brandenburger Gebäudereiniger-Handwerk, als sie das Ergebnis des gestrigen Spitzengesprächs erfuhren. Die Kolleginnen und Kollegen zollten der Verhandlungskommission große Anerkennung für ihr zähes Verhandeln und Durchhalten bis in die frühen Morgenstunden.

Bei der anschließenden Grillparty waren sich alle einig: SO sollte jeder Arbeitskampf enden.


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Porträt Reinhard Porazik

Reinhard Porazik

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