Die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger, sagt zu den am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen in der Region:
„Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs offenbart sich ein weiteres Mal: Der von vielen Unternehmen beklagte Mangel an Fachkräften ist hausgemacht. Wer Fachkräfte sucht, muss sie ausbilden, gute Ausbildungsangebote machen und Zukunftsperspektiven nach der Ausbildung bieten.“
Vor allem in Berlin gibt es wie in den vergangenen Jahren deutlich mehr gemeldete Bewerber*innen als Ausbildungsplätze. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist seit dem letzten Jahr wieder gestiegen, liegt aber immer noch weit hinter dem Bundesdurchschnitt. In Brandenburg ist die Situation umgekehrt.“
Nele Techen, stellvertretende DGB-Vorsitzende, dazu: „Wir brauchen mehr Initiativen für einen gemeinsamen Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg. Für Berlin erneuern wir unsere Forderung: Wer nicht ausbildet, muss eine Umlage zahlen. Mit der Umlage sollen die ausbildenden Betriebe unterstützt werden. Zudem könnten Berufsschulen und überbetriebliche Ausbildungsangebote besser ausgestattet werden. Pro Jahr könnten so mehr Fachkräfte in die Betriebe kommen, und ausbildende Betriebe hätten für ihr Engagement keinen Wettbewerbsnachteil.“