„Berlin muss Industriestadt bleiben mit deutlich mehr tariflich bezahlten und mitbestimmten Arbeitsplätzen“, sagt Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, im Vorfeld des heute tagenden Steuerungskreises Transformation der Berliner Industrie. Im Fokus der Sitzung stehen die Perspektiven des Berliner Industriestandorts und seiner Beschäftigten.
„Dass die Energiepreise in Deutschland nicht wettbewerbsfähig sind, Transformationsprozesse zu spät oder gar nicht gestartet sind, kritisieren wir Gewerkschaften seit geraumer Zeit und fordern dringend Lösungen für Unternehmen und Beschäftigte. Investitionen in Klimaschutz, in Digitalisierung und Infrastruktur sind längst überfällig“, sagt Nele Techen.
Auch in Berlin habe die Entscheidung für die Schuldenbremse dazu geführt, dass Wirtschaftsprogramme nicht so gestaltet sind, wie es die Koalition zu Beginn der Wahlperiode geplant hatte, kritisiert Techen und unterstreicht: „Der DGB erwartet, dass alle Kräfte sich jetzt intensiv für die Reform der Schuldenbremse einsetzen.“
Der DGB macht sich im Berliner Steuerungskreis Industriepolitik für Investitionsprogramme stark, deren Mittelvergabe klar an Standort- und Beschäftigungssicherung sowie Tarifbindung geknüpft sein müssen. So könne Gute Arbeit in zentralen Branchen wie Mobilität, Energietechnik und Gesundheitswirtschaft gesichert und gestärkt werden, erklärt Techen und fordert, dass diese Kriterien bei allen wirtschaftspolitischen Entscheidungen eine wichtigere Rolle einnehmen.
Der SKIP tagt auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern, den Senatsverwaltungen, der Regionaldirektion für Arbeit und der Wirtschaftsförderung.