Ein Weiter-So könne keine Option sein, betont Karger. Das hätten auch die Beschäftigten in ihrer Belegschaftsversammlung am Dienstag und der dort beschlossenen Resolution mehr als deutlich gemacht. Karger unterstreicht: „Deshalb ist es gut, dass der Rundfunkrat in seiner gestrigen Sitzung entschieden hat, Vertreterinnen von Personalrat und Freien an der Suche nach einer neuen Intendanz zu beteiligen. Klar ist, dass wir eine zügige, lückenlose und transparente Aufklärung der Geschehnisse brauchen. Die von der Belegschaft angekündigte Zukunftskommission ist ein interessanter Ansatz. Wir brauchen einen strukturellen Neuanfang, zu dem auch eine stärkere Einbindung und Mitbestimmung der Beschäftigten gehört. Jahrelang wurde den Kolleginnen und Kollegen der Verzicht gepredigt, haben freie Mitarbeitende und Pauschalisten hervorragende Arbeit abgeliefert und unter widrigen Bedingungen ein gutes Programm garantiert, während die Chef-Etage die Einsparungen gefeiert hat!"
Der Rundfunk-Staatsvertrag brauche nun dringend eine angemessene Neufassung, um die verkrusteten Strukturen aufzubrechen, sagt die Gewerkschafts-Chefin. "Wir sind dazu mit der Politik bereits im Austausch und bringen uns engagiert in dessen Gestaltung ein. Das muss jetzt Priorität haben in Berlin und Brandenburg.“