Jahrestag der Befreiung von Auschwitz – DGB Berlin-Brandenburg erinnert und mahnt Wachsamkeit an

Datum

Ordnungsnummer PM 4

Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg: 

„Am 27. Januar halten wir inne und erinnern an alle, die Opfer des Menschheitsverbrechen des Holocausts und des nationalsozialistischen Massenmords wurde. Ob Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, homosexuelle und queere Menschen, Menschen mit Behinderung, Kriegsgefangene, Antifaschist*innen – sie alle fielen dem nationalsozialistischen Hass zum Opfer. Wir stehen fest an der Seite ihrer Nachfahren und aller, die von Antisemitismus, Rassismus und jeglicher Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bedroht werden. Antifaschismus ist Teil der gewerkschaftlichen DNA. Die Losung lautet nach wie vor: Nie wieder!“

Rechtsextreme und rechtspopulistische Akteure haben in den vergangenen Jahren in Berlin und Brandenburg immer wieder den 27. Januar für Geschichtsrevisionismus missbraucht. Im vergangenen Jahr kam es in Strausberg (MOL) an diesem Tag sogar zu einem körperlichen Angriff durch einen Stadtverordneten der AfD auf Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung. 

Anlässlich des gesellschaftlichen Rechtsdrifts und dem Erstarken völkischer und autoritärer Ideologien erklärt Katja Karger:

„Mit dem Aufstieg der AfD haben diese Ressentiments einen parteipolitischen Ausdruck gefunden, der eine fundamentale Bedrohung für die Grundwerte unseres Zusammenlebens bedeutet und zunehmend in die Gesellschaft einsickert. Geschichte zu verdrehen und zu verharmlosen, ist ein strategischer Schwerpunkt rechtspopulistischer und rechtsextremer Kräfte. Sich zu erinnern heißt daher, Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen. Demokratinnen und Demokraten dürfen denjenigen, die Geschichtsrevisionismus, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus propagieren, keine Bühne bieten – an keinem Tag des Jahres, und erst recht nicht, wenn es am 27. Januar um das Gedenken an die Opfer des Holocaust geht.“

Der DGB Berlin-Brandenburg steht in starken Bündnissen zusammen mit vielen Partnern für eine solidarische und demokratische Gesellschaft ein:

Berlin: Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Brandenburg: Brandenburg zeigt Haltung

Bundesweit: Zusammen für Demokratie ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Verbände und Einrichtungen, die sich gemeinsam für den Schutz unserer Demokratie einsetzen.

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