Gemeinsam für gute Arbeit und starke Wirtschaft

Datum

Ordnungsnummer PM 034

Dachzeile Transformationskonferenz von DGB und Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

 „Transformation in der Hauptstadt – Arbeit und Wirtschaft im Wandel“ – unter diesem Motto lädt der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung heute zu einer gemeinsamen Fachtagung ein. Arbeitswelt, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in dauerhaften Wandlungs- und Transformationsprozessen, gleichzeitig gibt es die größten Herausforderungen, die industrielle Basis zu sichern und zu stärken. Bei der Konferenz wird ein Austausch zwischen Vertreter*innen von Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräten, Politik, Verwaltung und Verbänden zu den zentralen Fragen von Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischen Wandel ermöglicht.

Auf dem abschließenden Podium diskutieren die stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Nele Techen, der Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg Sven Weickert, Arbeits- und Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe sowie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey über Rahmenbedingungen und Faktoren für ein Gelingen dieser Transformation in Berlin – für eine starke Wirtschaft und den Erhalt und die Schaffung guter Arbeitsplätze gleichermaßen. 

Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg:

„Damit Berlin auch in Zukunft ein Industriestandort mit vielfältiger Dienstleistungswirtschaft bliebt, braucht es Gute Arbeit als Leitprinzip der Wirtschaft- und Arbeitsmarktpolitik: tariflich abgesichert, mitbestimmt, qualifiziert und durch öffentliche Investitionen aktiv gefördert. Transformation gelingt nur mit Beteiligung. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen und wir fordern, Verantwortung und Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen, die diese Stadt jeden Tag am Laufen halten.“

Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg:

„Wirtschaft und Arbeit verändert sich so schnell wie nie zuvor und mit vielen Unwägbarkeiten, darum ist es umso wichtiger, Fragen der Aus- und Weiterbildung und der Mitbestimmung zu debattieren und gute Lösungen zu finden.  Die Menschen brauchen Perspektiven, Entwicklungschancen und gute Bildungsangebote auch in einer gewandelten Arbeitswelt. Investitionen sind dabei Basis für eine gute, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und die Jobs der Zukunft. Der Bund hat mit dem Sondervermögen für Infrastruktur neue Spielräume geschaffen, die gezielt genutzt werden müssen – für eine innovative Wirtschaft und zukunftsfeste Jobs.“

Stefan Moschko, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg:

„Die Transformation von Arbeit und Wirtschaft ist ein fortlaufender Prozess, den wir in der Hauptstadtregion als Chance begreifen müssen. Entscheidend ist ein Mindset, das Lernen, Innovation und Veränderung willkommen heißt. In Berlin und Brandenburg gestalten wir diesen Wandel als Sozialpartner gemeinsam – im konstruktiven Dialog. Die Transformation in Zeiten umfassender globaler Veränderungen ist ein großer Kraftakt für die Wirtschaft. Die Politik muss pragmatisch handeln und für finanzielle und bürokratische Entlastung sorgen. Nur so werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern – und damit auch den Wohlstand in Berlin und Brandenburg.“

Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung:

„Beim strukturellen Wandel unserer Arbeitswelt dürfen die Rechte der Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben. Es geht um mehr Mitbestimmung und mehr Gerechtigkeit. Wir erleben in Berlin, wie Lieferdienste ihre Beschäftigten auslagern und Social-Media-Unternehmen die Arbeit der Beschäftigten der KI übergeben. Da wird der harte Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Wenn wir es mit der Transformation ernst meinen, brauchen wir gute Ausbildungsbedingungen, eine höhere Tarifbindung, mehr Fachkräfte und ausreichenden Wohnraum. Ich möchte, dass Berlin weiterhin Menschen aus Deutschland und aller Welt anlockt, weil die Arbeitswelt hier modern und gerecht organisiert ist und die Menschen hier gut von ihrer Arbeit leben können.“

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe:

„Berlin steht mitten in der Transformation – und wir wollen, dass dieser Wandel gute Arbeit schafft und nicht ersetzt. Unser Ziel ist eine starke, zukunftsfähige Wirtschaft, die innovativ und wettbewerbsfähig, aber gleichzeitig auch sozial und nachhaltig ist. Besonders unser Berliner Branchenmix spielt dabei eine Schlüsselrolle: Industrie, Dienstleistungen, Handwerk, Startups. Damit sichern wir ein robustes Wirtschaftswachstum und liegen im zwölften Jahr in Folge über dem Bundesdurchschnitt. So schaffen wir die Grundlagen für weitere Innovationen Made in Berlin. Zugleich setzen wir auf Internationalisierung, globale Vernetzung und die Diversifizierung unserer Märkte, um Berlin zum Innovationsstandort Nummer 1 in Europa zu machen."

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