„Die Reform der Minijobs muss kommen!“ fordert der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Die Rentenkommission hat die Abschaffung der Minijobs empfohlen. Nachdem Stimmen aus der Brandenburger Landespolitik für den Erhalt der geringfügigen Beschäftigung ausgesprochen haben, betont die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen:
„Minijobs haben sich als Sackgasse erwiesen: Sie halten insbesondere Frauen in prekärer Beschäftigung und stellen keine Brücke in existenzsichernde Beschäftigung dar. Der DGB spricht sich daher schon lange für eine grundlegende Reform der Minijobs aus. Unser Grundsatz lautet: Wer arbeitet, muss von seiner Arbeit leben können und sozial abgesichert sein. Das leisten Minijobs nicht. Die steuer- und sozialrechtliche Privilegierung der Minijobs ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Gerade in kleineren Betrieben verdrängen sie reguläre Beschäftigung.
Zwar könnten Minijobs für Rentner*innen, Student*innen oder Schüler*innen weiterhin ein sinnvoller Zuverdienst sein. Entscheidend ist jedoch, dass Beschäftigte nicht dauerhaft in prekären Beschäftigungsverhältnissen festgehalten werden. Das Ziel muss sein, Minijobs schrittweise in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.“