DGB setzt sich für Mietenstopp ein

Datum

Ordnungsnummer PM 016

Zum bundesweiten Aktionstag für einen sechsjährigen Mietenstopp erklärt Katja Karger, die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg:

„In Berlin und in Teilen Brandenburgs gehen die Mietpreise durch die Decke. Beschäftigte und Auszubildende finden kaum noch bezahlbare Wohnungen – und die Lage verschärft sich mit jedem weiteren Jahr. Wir brauchen jetzt eine Atempause – ein sechsjähriger Mietenstopp ist das Mindeste!“

Die Zahlen sind deutlich: Von 2016 bis 2025 stieg in Berlin der mittlere Mietpreis von neu vermieteten Wohnungen um 87 Prozent von 8,93 Euro auf 16,65 Euro je Quadratmeter. Auch in Brandenburg gibt es enorme Steigerungen: So haben sich seit 2016 die Mieten in Schönefeld, Oranienburg, Ludwigsfelde oder Wildau mehr als verdoppelt. Die mittlere Angebotsmieten liegen inzwischen in diesen Orten zwischen 13,49 Euro und 15,76 Euro.

„Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware. Bund, Länder und Kommunen sind in der Verantwortung, preisgünstigen Wohnraum zu sichern und zu schaffen“, sagt Katja Karger.

Deshalb fordert der DGB Berlin-Brandenburg weitere Maßnahmen zur Lösung des Wohnungsproblems. Dazu gehören mehr öffentliche und soziale Wohnungen sowie neue Werkswohnungen. Ein besonderer Schwerpunkt muss auf der Errichtung von Azubiwerken für Auszubildende liegen, da junge Menschen in Ausbildung auf dem Wohnungsmarkt vor besonderen Hürden stehen und nur schwer eine eigene Wohnung finden. Damit Wohnen auch langfristig bezahlbar bleibt, ist eine echte Wohnungsgemeinnützigkeit sowie eine wirksame Mietpreisbremse mit spürbaren Sanktionen umzusetzen. Brandenburg muss die zum Ende des Jahres auslaufende abgesenkte Kappungsgrenze verlängern und auf mehr Orte ausweiten.

 

Die verwendeten Zahlen stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und zeigen die aktuellen Angebotsmieten im Median – sie bilden die Preisentwicklung am Wohnungsmarkt realistischer ab als veraltete Bestandsmieten.

 

Inhaltliche Nachfragen richten Sie bitte an:

Deutscher Gewerkschaftsbund
Bezirk Berlin-Brandenburg 
Stefan Meißner
Sozialpolitik
Tel.: +49 30 21240 120
Mobil: +49 160 7 44 15 75
E-Mail: stefan.meissner@dgb.de

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