DGB-Frittenmobil on tour!

Tourplan mit allen 14 Stationen

Datum

Ordnungsnummer PM 030

Dachzeile DGB tourt durch Brandenburg für mehr Tarifbindung

Vom 2. bis 20. September geht das Frittenmobil des DGB vor der Landtagswahl auf große Tour durch Brandenburg.

14 Stationen stehen auf dem Tourplan.

Bei einer Portion Pommes können sich Beschäftigte in und vor den Betrieben über die Vorteile von Tarifverträgen informieren.

In Brandenburg geht die Tarifbindung in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurück. 2023 arbeiteten nur noch 41 Prozent der Beschäftigten in Brandenburg in einem Betrieb mit Ta-rifbindung (bundesweit sind es 49 Prozent). 2022 lag die Tarifbindung der Beschäftigten in Brandenburg noch bei 47 Prozent. Mit Tarifverträgen haben die Arbeitnehmer*innen ein höhe-res Jahreseinkommen, kürzere Arbeitszeiten und mehr Urlaub. Der Vorteil einer Tarifbindung zeigt sich gerade beim Lohn sehr deutlich. In Brandenburg verdienen Beschäftigte in Betrieben ohne Tarifbindung rund 27 Prozent weniger als in Betrieben mit Tarifvertrag, so das Wirt-schafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Fehlende Ta-rifbindung hat auch massive Auswirkungen auf die Höhe der Steuereinnahmen und die der So-zialversicherungen.

„Mit unserem Frittenmobil fahren wir insgesamt 14 Stationen an, darunter Betriebe, in denen die Beschäftigten hart um eine Tarifbindung ringen“, so Katja Karger, DGB-Vorsitzende in Ber-lin und Brandenburg. „Tarifverträge schaffen Sicherheit für die Beschäftigten und sorgen für gute Löhne und deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Wir informieren und motivieren auf un-serer Tour alle Beschäftigten, sich für einen Tarifvertrag stark zu machen. Gemeinsam müssen wir die Tarifflucht der Arbeitgeber stoppen.“

„Die EU-Mindestlohnrichtlinie gibt vor, dass mindestens 80 Prozent der Beschäftigten unter dem Schutz eines Tarifvertrages arbeiten sollten. Davon ist Deutschland mit 49 Prozent und vor allem Brandenburg mit nur noch 41 Prozent deutlich entfernt. Bis zum 14. November 2024 muss der Aktionsplan vorliegen. Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie zügig einen Aktionsplan zur Stärkung der Tarifbindung auflegt und erste wirksame Maßnahmen um-setzt. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch. Auch nach der Wahl werden wir nach der Wahl nicht nachlassen, uns für mehr Tarifbindung einzusetzen“, betont Katja Karger. In einem Fünf-Punkte-Plan (https://berlin-brandenburg.dgb.de/-/Uh6) hat der DGB seine Forde-rungen an die Landesregierung zusammengefasst. Darin fordert der Gewerkschafts-Dachver-band von der Landesregierung konkrete Maßnahmen, um die Tarifbindung zu stärken: bei-spielsweise Tariftreue in der Vergabe und Tarifbindung in öffentlichen Betrieben.

2. September: Berlin

3. September: Wittenberge

4. September: Rüdersdorf

5. September: Neuruppin

6. September: Nauen

9. September, ab 17.00 Uhr: Potsdam - vor der Wahlarena mit den Spitzenkandidaten der demokratischen Parteien im T-Werk, Schiffbauergasse 4 e, 14467 Potsdam

10. September: Eberswalde

11. September: Teichland

12. September: Tschernitz

13. September: Lübbenau

16. September: Pritzwalk

17. September: Potsdam

18. September: Neuseddin

19. September: Schönwald-Glien

20. September: Schwedt/ Oder

zurück