Gemeinsam mit südkoreanischen Gewerkschaften setzt sich der DGB Berlin-Brandenburg für den Erhalt der Friedensstatue ARI in Berlin-Mitte ein. Sie appellieren an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte Stefanie Remmlinger, die Statue nicht zu entfernen. Katja Karger, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, betont: „Kriege und gewaltsame Konflikte bringen zwangsläufig Leid und Opfer mit sich. Frauen, Kinder und ältere Menschen sind besonders betroffen – auch von sexueller Gewalt. An ihr Schicksal erinnert die Statue ARI. Diese Mahnung ist heute aktueller denn je.“
In der gemeinsamen Erklärung (Anhang) der Föderation der Koreanischen Gewerkschaften (FKTU), des Koreanischen Gewerkschaftsbunds (KCTU) und des DGB heißt es: „ARI steht als Symbol für alle Opfer sexualisierter Gewalt, insbesondere für diejenigen, die während Kriegszeiten leiden mussten.“ Sie sei ein Auftrag, aus der Vergangenheit zu lernen und unsere gemeinsamen Werte – Frieden und Menschenrechte – zu schützen, so die Erklärung.
Hintergrund: Die Statue ARI, die im September 2020 in Berlin-Moabit (Bezirk Mitte) errichtet wurde und derzeit nur geduldet wird, stellt eine junge Frau auf einem Stuhl sitzend dar, mit einem leeren Stuhl neben sich. Die Statue wurde vom Koreanischen Verband aufgestellt, um an das Schicksal der sogenannten Trostfrauen zu erinnern, die vom japanischen Militär während des Zweiten Weltkriegs in Korea und anderen südasiatischen Ländern sexuell ausgebeutet wurden.