DGB Berlin-Brandenburg fordert Mietenstopp

Datum

Ordnungsnummer 23/26

Anlässlich der bundesweiten Aktionstage vom 3. bis 5. Juli fordert der DGB Berlin-Brandenburg einen sofortigen sechsjährigen Mietenstopp.

„Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das ist es in Berlin für Wohnungssuchende“, sagt Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den Mieter*innen mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen."

Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten in ganz Berlin um 76,9 Prozent gestiegen – in begehrten Lagen noch deutlich stärker. Im Jahr 2016 lag der Quadratmeterpreis noch bei 8,93 Euro, Anfang 2026 bereits bei 15,80 Euro. In Berlin-Mitte sind es bereits über 20 Euro. Auch in den Brandenburger Nachbargemeinden steigen die Mieten auf Werte zwischen 14 und15 Euro je Quadratmeter. „Das können sich selbst Menschen mit gutem Einkommen kaum leisten – aber in Berlin und Brandenburg sind die Einkommen weiterhin niedriger als im Bundesdurchschnitt. Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus ihren Vierteln verdrängt", betont Katja Karger.

Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nicht aus. Der DGB Berlin-Brandenburg fordert darüber hinaus:

  • einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
  • die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
  • eine wirksame Mietpreisbremse sowie die konsequente Ahndung von Mietwucher,
  • eine klare Verpflichtung von Kommunen, beim Neubau das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen.

„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware. Bund, Länder und Kommunen tragen die Verantwortung, den nötigen preisgünstigen Wohnraum zu schaffen und zu sichern", sagt Katja Karger.

Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten.

Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de

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