DGB begrüßt Gesetzentwurf zur Ausbildungsumlage

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Ordnungsnummer PM 008

Dachzeile Gewerkschaften begrüßen Gesetzentwurf zur Ausbildungsumlage

Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, äußert sich zum Beginn der Ressortabstimmung des Gesetzentwurfs zur Einführung einer Ausbildungsumlage in Berlin:

„Berlin braucht nach wie vor mehr Ausbildungsplätze. Das sichert den Unternehmen die Fachkräfte von morgen und bietet jungen Menschen gute Perspektiven für ihren Zukunftsweg. Vom Ziel der 2000 zusätzlichen abgeschlossenen Ausbildungsverträge, auf das wir uns im Bündnis für Ausbildung verständigt haben, sind die Berliner Unternehmen leider noch weit entfernt. Dass Senatorin Kiziltepe den auch im Koalitionsvertrag vereinbarten Gesetzentwurf zur Einführung einer Ausbildungsumlage jetzt in die Ressortabstimmung gegeben hat, ist ein gutes Signal zum richtigen Zeitpunkt – für die Stärkung der dualen Ausbildung, aber auch für die Verbindlichkeit, mit der wir im Bündnis zusammenarbeiten. So kann das parlamentarische Verfahren für das Gesetz rechtzeitig starten, damit die Ausbildungsumlage dann auch wirklich wie vereinbart in Kraft treten kann, sollte die Zielmarke der 2000 zusätzlichen Ausbildungsverträge am Jahresende nicht erreicht worden sein.

Wir setzen bei der solidarischen Ausbildungsumlage nicht allein auf den Anreiz, seitens der Unternehmen mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Eine tariflich vereinbarte Umlage, wie etwa in der Baubranche, ermöglicht unter anderem betriebsübergreifende Lehrwerkstätten und hilft, die Qualität der Ausbildung in der Branche insgesamt zu steigern. Auch die Tischlerinnung hat das erkannt und jüngst mit der IG Metall eine tarifvertragliche Vereinbarung für ein Konzept einer branchenspezifischen Ausbildungsumlage getroffen. Das zeigt, dass die Umlage keine Strafabgabe ist, wie manche behaupten, sondern ein Gewinn für alle, indem diejenigen Unternehmen, die ausbilden, unterstützt werden.“

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