Demokratie darf am Werktor nicht enden

DGB-Gewerkschaften werben für Betriebsratswahlen

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Ordnungsnummer PM 16

Dachzeile Betriebsratswahlkampagne 2022

„Demokratie darf nicht am Werktor enden, auch nicht an der Bürotür“, sagte die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger, am Bahnhof Berlin-Köpenick. Aber nur 36 Prozent der Betriebe in Ostdeutschland und 40 Prozent im Westen haben einen Betriebsrat, kritisierte die Gewerkschafterin. „Deshalb gilt: Wer keinen Betriebsrat hat, sollte dringend einen wählen. Wer zum Beispiel zu wenig verdient oder überlange Arbeitszeiten hat, kann mit Betriebsrat echte Verbesserungen erreichen, ohne beim Chef zu betteln. Möglichst viele Menschen, die von ihrem Arbeitseinkommen abhängig sind, sollten jetzt in ihre Gewerkschaft eintreten. Denn sie gibt Hilfe, Schutz und Sicherheit, vor allem in bewegten Zeiten wie unseren“, sagte Karger. 

„Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind wichtige Akteure für gelebte Demokratie in den Betrieben. Vielfach ist erwiesen: Unternehmen mit Betriebsrat sind erfolgreicher als andere. Sie zahlen höhere Löhne und machen mehr Gewinn“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen, am Bahnhof Berlin-Lichtenberg. Sie rief zu einer regen Wahlbeteiligung auf. Diese zeige dem Arbeitgeber, dass der Betriebsrat großen Rückhalt bei der Belegschaft genießt – erst recht, wenn die Beschäftigten bei wichtigen Entscheidungen mitreden und mitentscheiden wollen, so Techen. 

Weitere Aktionen, bei denen Werbeflyer, Plakate und Postkarten verteilt wurden, gab es am Dienstagmorgen an elf S- und Fernbahnhöfen in Berlin sowie an neun Bahnhöfen in Brandenburg, unter anderem in Potsdam, Brandenburg, Wittenberge und Hennigsdorf, in Eberswalde, Frankfurt (Oder), Königs Wusterhausen und Cottbus.

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