Brandenburger Gastgewerbe sucht Fach- und Arbeitskräfte

Datum

Ordnungsnummer PM 12

Allein Wirtschafts- und Arbeitsminister Jörg Steinbach mahnte an, tarifliche Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen seien schlagkräftige Argumente, um verloren gegangene Beschäftigte zurückzuholen oder neue zu gewinnen. Der Minister hatte gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga), der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, dem Landestourismusverband Brandenburg und der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg zu einer Fachkräftekonferenz für das brandenburgische Gastgewerbe eingeladen. 

Olaf Schöpe, Präsident des Dehoga Brandenburg, sagte: „Mit Tarifabschlüssen, die jetzt schon über dem angepeilten Mindestlohn von zwölf Euro liegen, sowie einer Ausbildungsvergütung auf Berliner Niveau haben wir unserseits einen Beitrag geleistet, die Attraktivität der Branche zu erhöhen. Ich sehe die Konferenz als Auftakt zu einem verstärkten Fachkräfteengagement, angefangen von der Berufsorientierung bis hin zum Anwerben ausländischer Fachkräfte für das Land Brandenburg.“

„Die Arbeits- und Fachkräftesituation war schon vor der Pandemie kritisch“, kommentierte Sebastian Riesner, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Berlin-Brandenburg, die Konferenz. „Wenn jetzt die Löhne im Gastgewerbe über 12 Euro pro Stunde liegen, ist das dem beharrlichen Drängen der NGG zu verdanken. Die fehlende Tarifbindung der allermeisten Gastronomie- und Hotelbetriebe in Brandenburg bleibt eins der drängendsten Probleme bei der Einkommensentwicklung für die Beschäftigten. Die Möglichkeit einer Mitgliedschaft ohne Tarifbindung im Arbeitgeberverband gehört abgeschafft. Da muss der DEHOGA noch seine Hausaufgaben machen. Um Arbeitskräfte dauerhaft in der Branche zu halten, müssen die Löhne für alle steigen“, so Sebastian Riesner. 

zurück