Nächste Woche geht’s los: Tausende Brandenburger Jugendliche starten am 2.September ihre Berufsausbildung. Doch auch in diesem Jahr werden viele Arbeitgeber wieder über unbesetzte Ausbildungsplätze klagen. Das könnte damit zu tun haben, dass betriebliche Ausbildung nicht attraktiv, zum Beispiel die Bezahlung zu gering ist.
649 Euro beträgt derzeit die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr – zu wenig, wenn junge Leute weite Strecken zurücklegen müssen, um zu ihrem Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule zu kommen und erst recht zu wenig, wenn davon eine eigene Wohnung finanziert werden muss.
Anders sieht es mittlerweile in vielen tarifgebundenen Unternehmen aus. Die DGB-Gewerkschaften haben in letzter Zeit deutlich höhere Ausbildungsvergütungen durchsetzen können. Damit Brandenburger Jugendliche sich bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes über die Bezahlung besser orientieren können, hat die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg eine Übersicht über attraktive tarifliche Ausbildungsvergütungen erstellt. Mindestens 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr gibt’s inzwischen im Öffentlichen Dienst, in vielen Industriebranchen, aber auch im Handwerk – allerdings nur, wenn der Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist. Deshalb: Tarifvertrag ist MehrWert! Gute Tarifverträge, auch für Auszubildende, gibt es nur mit starken Gewerkschaften. Starke Gewerkschaften gibt es nur mit vielen Mitgliedern.