Vor den Oberbürgermeisterwahlen am 11. September hatte der DGB am 29. August allen Kandidaten der demokratischen Parteien in einer Talkrunde auf den Zahn gefühlt, wie sie die anstehenden Veränderungen in der Stadt gestalten wollen. Unter reger Beteiligung der 100 Teilnehmenden entstand eine muntere Mischung von Fragen und Antworten zur Zukunft ihrer Stadt, aus der sich jeder und jede ein eigenes Urteil bilden konnte. Vertreter der AfD und ihr nahestehende Kräfte waren nicht eingeladen. Sie hatten sich draußen versammelt und skandierten ihre Parolen - dank der Polizei in angemessenem Abstand.
„Um die Sicherheit von guten Einkommen und guten Arbeitsbedingungen zu schützen, werden die Gewerkschaften weiter für gute, flächendeckende Tarifverträge kämpfen und die Mitbestimmung in den Betrieben der Region vorantreiben“, gab Marco Bedrich, DGB-Regionsgeschäftsführer in Südbrandenburg, den demokratischen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl mit auf den Weg. Die AfD dagegen biete in wichtigen Fragen wie Arbeitnehmer-Mitbestimmung, Rente oder tarifliche Bezahlung keine Lösungen, aber viel Kalkül und Propaganda mit rhetorischen Tabubrüchen, so Bedrich.