Deutscher Gewerkschaftsbund

23.01.2014
DGB Bezirkskonferenz am 18. Januar 2014

Antrag zur Aufnahme der Seniorinnen und Senioren in die DGB-Satzung

von Dieter Petermann

6.Ordentliche Bezirksdelegiertenkonferenz des DGB Berlin - Brandenburg beschließt:

Weiterleitung des Antrages zur Aufnahme der Seniorinnen und Senioren in die Satzung des DGB auf dem DGB - Bundeskongress im Mai 2014

 

Der Landesverband Berlin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte an die 6. Ordentliche DGB- Bezirksdelegiertenkonferenz Berlin-Brandenburg den Satzungsantrag gestellt, dass die DGB-Bezirksdelegierten-konferenz beschließen möge, durch Satzungsänderung der §§ 7(5), 7(9), 8(3), 11(8) und 11(12) der DGB-Satzung, den Seniorinnen und Senioren den gleichen satzungsrechtlichen Status und die gleichen Beteiligungsrechte wie den Gruppen Frauen und Jugend auf allen Ebenen des DGB zu gewähren.

Die Antragsberatungskommission hatte der Bezirksdelegiertenkonferenz die Ablehnung des Antrages empfohlen.

Der Stellvertretende Vorsitzende des Landessenioren-Arbeitskreises im DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg, Kollege Dieter Petermann, begründete vor den Delegierten nochmals den Satzungsantrag.

Er wies daraufhin, dass ca. 20% der Gewerkschaftsmitglieder Seniorinnen und Senioren sind und eine aktive Personengruppe darstellen und dass ohne das Engagement vieler Seniorinnen und Senioren bei gewerkschaftlichen Veranstaltungen und Aktionen sowie bei der Wahrnehmung gewerkschaftlicher, ehrenamtlicher Funktionen, die Gewerkschaftsbewegung um vieles schwächer und ärmer wäre.

DGB und Einzelgewerkschaften betonen immer wieder, dass sie die Seniorinnen und Senioren mit ihren Erfahrungen brauchen und auf ihre Mitwirkung nicht verzichten können.

Aber leider haben die Seniorinnen und Senioren in den DGB Gremien kein angemessenes Mitwirkungsrecht. Die Forderung nach mehr politischer Mitbestimmung der Seniorinnen und Senioren gehört wieder auf die Tagesordnung! Und zwar nach echter Mitbestimmung, nicht nur nach eventueller und nach Anhörungs- und Beratungsrechten.

Wir als Seniorinnen und Senioren fordern die Möglichkeit der Mitwirkung durch Bildung von ehrenamtlichen, seniorenpolitischen Strukturen in allen Ebenen; überall dort, wo es in der Satzung des DGB Strukturen und Rechte für die Jugend (ca. 10% Mitglieder) und Frauen (ca.30% Mitglieder) gibt, muss es diese auch für die Seniorinnen und Senioren geben, sonst ist das Altersdiskriminierung.

Kollege Petermann bat die Delegierten, nicht der Empfehlung der Antragsberatungskommission zu zu stimmen, sondern dem Antrag der EVG zu folgen.

Mit 32 Ja-Stimmen, 36 Nein-Stimmen bei 13 Enthaltungen stimmten die Delegierten über die Empfehlung der Antragsberatungskommission, den Satzungsantrag abzulehnen,ab.

 

Der Antrag wird an den Bundeskongress des DGB, der im Mai 2014 stattfindet, weitergeleitet.

 

 


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