Deutscher Gewerkschaftsbund

28.02.2019
"Wir für ein soziales Europa"

DGB-Aufruf zum Frauentag 2019

Elke Hannack

DGB/Simone M. Neumann

Aufruf zum Internationalen Frauentag 2019
Europawahl: Geht wählen!

 

Liebe Kolleginnen,

am 26. Mai wird das neue Europäische Parlament gewählt. Wir Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) rufen alle Wahlberechtigten auf, mit ihrer Stimme die demokratischen Kräfte in Europa zu stärken.

Die Europäische Union ist eine Gemeinschaft für Frieden und Wohlstand. Auch wenn manches verbesserungswürdig ist: Die EU steht für Demokratie und Solidarität, für Vielfalt, für ein partnerschaftliches Miteinander und für eine gemeinsame europäische Identität.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört von Anfang an zu den Grundwerten der Europäischen Union. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in den Mitgliedstaaten die Benachteiligung von Frauen abgebaut, ihre Gesundheit geschützt und ihr Recht auf Selbstbestimmung gestärkt wird. Europa ist ein Motor der Gleichstellungspolitik und ein Bollwerk gegen den Antifeminismus der Rechtspopulisten.

Der Aufstieg rechtspopulistischer und nationalistischer Kräfte stellt die EU vor existenzielle Herausforderungen: Wo demokratische Errungenschaften geschliffen werden, stehen auch sicher geglaubte Frauenrechte wieder in Frage. Deshalb ist es jetzt wichtig, unsere europäischen Grundwerte zu verteidigen.

Wir Frauen im DGB sind überzeugt: Gleichstellung ist nicht nur eine Frage der sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung. Sie ist vor allem eine Frage der Gerechtigkeit! Wir brauchen ein soziales und gerechtes EUROPA!

Wir fordern die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche europäische Regelungen, denn es geht um:

  • gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
  • gleiche Chancen im Arbeitsleben
  • eine bessere Balance zwischen Beruf und Familie, unabhängig vom gelebten Familienmodell
  • mehr Frauen in Führungspositionen und auf allen Führungsebenen in Wirtschaft und Politik
  • gute öffentliche Angebote zur Kinderbetreuung und Pflege sowie gerechte soziale Sicherungssysteme
  • faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen
  • faire Chancen, die eigene Existenz zu sichern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Dafür hat Europa bereits unverzichtbare Impulse geliefert, die wir auch weiterhin brauchen. Deshalb heißt es am 26. Mai: Stärkt mit eurer Stimme die demokratischen Kräfte! Für ein politisch vereintes, demokratisches, wirtschaftlich starkes und sozial gerechtes Europa. Für eine gute Zukunft für Frauen und Männer!

 

Elke Hannack
Stellvertretende DGB-Vorsitzende


Nach oben

Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Internationaler Frauentag 2019

Zum Dossier

Bezirks-Newsticker

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Berliner DGB-Kreisverbände werben für gute Arbeit in ganz Europa
Die ehrenamtlichen DGB-Kreisverbände in Berlin werben zum 8. März für gute Arbeit, soziale Absicherung und gesellschaftliche Solidarität in ganz Europa. "Wir für ein soziales Europa" ist das Motto der gewerkschaftlichen Kampagne im Wahljahr 2019. Zum 8. März fordern die Gewerkschafterinnen und Gewerkschaften auf Infokarten mit Schokolade mehr Tarifverträge, und eine stabile Rente. weiterlesen …
Pressemeldung
Mädchen können auch mal auf den Tisch hauen
Was machen eigentlich Gewerkschaften, und was heißt es, die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu vertreten? Beim Girls‘-Day-Angebot des DGB Berlin-Brandenburg erzählen Gewerkschafterinnen von ihrem Berufsweg und stehen Rede und Antwort: Wie sieht ihr Arbeitstag aus, und was treibt sie an? Frag sie doch mal, wie oft sie schon in Diskussionen auf den Tisch hauen mussten, um ihre Position durchzusetzen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Equal Pay Day am 18. März: Frauen verdienen auch in Berlin immer noch weniger
„Die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern scheint in Beton gegossen. Dabei ist klar, was für gleichere Bezahlung getan werden muss“, sagt Sonja Staack, stellv. Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg zum unveränderten Gender Pay Gap. Bundesweit verharrt der geschlechtsspezifische Unterschied in der Bezahlung bei 21 Prozent, auch in Berlin gibt es bei einer Lücke von 14 Prozent keine Verbesserung. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten