Deutscher Gewerkschaftsbund

13.05.2014
DGB-Bundeskongress 11. - 16. Mai 2014 in Berlin

Senioren weiter nicht in der DGB-Satzung

Aufnahme der Senioren in die DGB-Satzung abgelehnt

von Ramon Zorn
Klaus Kulick

Klaus Kulick, Vorsitzender des Seniorenarbeitskreises DGB Berlin-Brandenburg beim DGB-Bundeskongress im City-Cube Berlin Ramon Zorn

Kollege Klaus Kulick, Vorsitzender des Seniorenarbeitskreises des DGB Berlin-Brandenburg, meldete sich zum Geschäftsbericht. "Ein Viertel aller Mitglieder unter dem Dach des DGB sind Senioren. Und wo finden wir uns wieder? Nirgendwo. Im Geschäftsbericht habe ich auf Seite 142 erstmals und auch letztmalig die Worte Seniorinnen und Senioren gelesen." "Ehrenamtlich wollen wir für unsere Gewerkschaften, für diesen DGB, sehr gern weiterarbeiten. Wir Senioren fordern aber von Euch ein klares Bekenntnis zu den Senioren." "Ich höre ständig, wie hervorragend unsere Arbeit ist, wie gut wir sind, wie wichtig wir sind und die Anerkennung wird uns versagt."

Der scheidende DGB-Vorsitzende Michael Sommer äußerte sich sinngemäß so: Seniorenpolitik will der DGB gerne machen, Seniorenarbeit aber soll in den Einzelgewerkschaften bleiben.

Zu allen sechs Anträgen an den DGB-Bundeskongress, die Senioren als Personengruppe in die Satzung aufzunehmen, hatte die Antragsberatungskommission Ablehnung empfohlen. Klaus Kulick verteidigte die Anträge:"Mehr als jedes vierte Mitglied unter dem Dach des DGB ist ein Senior oder eine Seniorin. Was müssen wir, die acht Einzelgewerkschaften, tun? Wir müssen auch bei den Senioren die Interessen zusammenführen. Denn sonst treten wir uneinheitlich auf, sind uns nicht einig. Deshalb ist dies unbedingt erforderlich. In meiner Gewerkschaft, der Gewerkschaft der Polizei, haben wir diese Diskussion 1986 zum Abschluss gebracht und die Senioren in die Satzung aufgenommen. Eine absolut richtige Entscheidung, wie wir heute wissen."

"Ich fordere Euch auf: Bekennt Euch endlich zu uns Senioren als Personengruppe analog den Frauen und der Jugend, und nehmt uns in der Satzung auf!" - "Eine Ablehnung bedeutet für uns Senioren nichts weiter als die klare Botschaft: Senioren dürfen Beitrag zahlen, und mehr nicht."


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