Deutscher Gewerkschaftsbund

17.09.2015
"Für einen gerechten Welthandel"

Mobilisierungsclip zur Großdemonstration Stop TTIP am 10. Oktober

"Faire Löhne, faire Arbeit und höhere Sozialstandards" - "für die Demokratie und einen gerechten Welthandel":  Mit pointierten Botschaften mobilisiert ein Videoclip des bundesweiten Bündnisses "TTIP und CETA stoppen", dem der DGB angehört, für die Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin.

Demokratie und Sozialstaat sind gefährdet - DGB fordert fairen Wettbewerb vor Marktliberalisierung


Für die Beschäftigten steht viel auf dem Spiel - wenn etwa Errungenschaften des Sozialstaats unter Konkurrenzdruck geraten und nur noch als Kostenfaktor gesehen werden. Diese Befürchtung ist begründet: Das deutsche Arbeitszeitgesetz begründet Ausnahmen beim Verbot der Sonntagsarbeit beispielsweise schon heute mit schwächeren Arbeitszeit-Regeln im Ausland und dem drohenden Verlust der „Konkurrenzfähigkeit“. Bevor Märkte liberalisiert werden, muss also fairer Wettbewerb sichergestellt sein. Deshalb braucht es stärkere Arbeitnehmerrechte – auch in den USA, wo es kaum Kündigungsschutz und Urlaubsanspruch gibt.

Szenenbild Stop TTIP - Mobilisierungscli zut Demo 10.10.2015, BSR-Kollege

http://ttip-demo.de/home/

Der DGB kritisiert, dass die TTIP-Verhandlungen nach wie vor in die falsche Richtung gehen und auch beim Abkommen mit Kanada (CETA) sind keine Verbesserungen in Sicht sind. Die Abkommen zielen weiter einseitig auf mehr Wettbewerb und Deregulierung. Das Ziel, gerechte Regeln für den Welthandel zu schaffen, bleibt im Hintergrund. Fairer Handel geht anders! 

Der Aufruf des Bündnisses zur Demonstration fordert eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert. Diese müsse insbesondere

  • Demokratie und Rechtsstaat erhalten sowie die Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen gewährleisten und auch für die Zukunft sichern,

  • nationale wie internationale Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt respektieren und stärken sowie

  • die Entwicklung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung fördern sowie Verantwortung und Rechenschaftspflichten von Unternehmen weltweit festschreiben.

 

Link zum Video: https://youtu.be/0jtqeCKPLH0

DGB-klartext Nr. 34/2015 "TTIP und CETA? Fairer Handel geht anders!": https://www.dgb.de/themen/++co++abd2be3a-4d68-11e5-a2ea-52540023ef1a

DGB-Dossier zu Freihandelsabkommen: http://www.dgb.de/themen/++co++eb3790ee-0b3a-11e4-959e-52540023ef1a

 


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