Deutscher Gewerkschaftsbund

01.10.2020
Öffentlicher Dienst

Personalratswahlen Berlin: Wählen gehen, Zukunft gestalten!

Vom 1. Oktober bis zum 15. Dezember 2020 finden in Berlin die Personalratswahlen statt. Über 100.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes können ihre Vertretungen für die nächsten vier Jahre wählen. Der DGB ruft dazu auf, wählen zu gehen, denn die Personalvertretungen sind nur mit der Rückendeckung der Beschäftigten stark.

 

"Starke Personalräte gibt es nur mit starken Gewerkschaften im Rücken, darum wählen Sie Kandidatinnen und Kandidaten der DGB-Gewerkschaften!" Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg

Wählen gehen, Personalvertretung stärken, Zukunft mitgestalten!


In der Zeit vom 1. Oktober bis zum 15. Dezember 2020 finden in Berlin die regelmäßigen Wahlen der Personalvertretungen statt. Für die kommenden vier Jahre wählen weit über 100.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Gremien der betrieblichen Mitbestimmung neu. Es ist wichtig, dass die neuen Personalvertretungen auf eine möglichst große Rückendeckung durch die Beschäftigten zählen können, um deren Interessen in den Dienststellen wirksam zu vertreten. Die Aufgaben für den kommenden Wahlzeitraum sind ebenso vielschichtig wie komplex. Zu den größten Herausforderungen zählen nach wie vor der Generationenwechsel und der Personalaufbau.


Die Berliner Verwaltung ist nach wie vor durch eine jahrelange Einsparpolitik gezeichnet. Personalabbau und marode Infrastruktur der öffentlichen Einrichtungen haben deutliche Spuren hinterlassen. Durch den radikalen Stellenabbau sind Arbeitsverdichtung und Arbeitsbelastung gestiegen. Inzwischen steuert die Politik um und versucht wieder Personal aufzubauen. Doch der notwendige Personalaufwuchs fällt zusammen mit der ohnehin schon schwierigen Suche nach Nachwuchskräften für die altersbedingt ausscheidenden Beschäftigten. So ist die Belastungsgrenze in vielen Bereichen erreicht oder bereits überschritten. In wichtigen Teilbereichen des Öffentlichen Dienstes wie z. B. bei der Polizei oder der Feuerwehr kann der „normale“ Dienst nur noch über regelmäßige Mehrarbeit abgesichert werden, im gesamten Öffentlichen Dienst sammeln sich jährlich Überstundenberge in Millionenhöhe an. Umso wichtiger ist es, dass starke Personalvertretungen die Beschäftigten unterstützen: beim Arbeits- und Gesundheitsschutz, bei der Arbeitsplatzgestaltung, bei personellen Angelegenheiten und bei der Aus- und Weiterbildung.


Hinzu kommen neue Anforderungen durch die Corona-Pandemie. Die Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig starke öffentliche Dienstleistungen sind. Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben maßgeblich dazu beigetragen, die Grundversorgung auch im Ausnahmezustand am Laufen zu halten. Die Krise hat aber auch viele Schwachstellen offen gelegt. Um die öffentlichen Dienstleistungen zeitgemäß zu ertüchtigen, müssen nun die Probleme angegangen werden. Neben einer bedarfsgerechten Personalausstattung gehören hierzu vor allem eine moderne technische Ausstattung der Verwaltung und neue Arbeitsformen. Auch hier werden die Personalvertretungen besonders gefordert sein.


Unterstützen Sie Ihre Personalvertretungen und gehen Sie zur Wahl oder nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl!

 


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