Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 36/18 - 30.05.2018
DGB Berlin-Brandenburg zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Die Unternehmen müssen die Ausbildungsplatzlücke schließen

Der DGB Berlin-Brandenburg begrüßt die positive Beschäftigungsentwicklung in der Region und fordert eine Stärkung der dualen Ausbildung. Dazu erklärt der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach:

„Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg zeigt sich weiterhin sehr aufnahmefähig. Diese positive Entwicklung muss nachhaltig gestaltet werden. Die Unternehmen sind jetzt in der Pflicht, für eine gute duale Ausbildung zu sorgen.

Die Ausbildungsplatzlücke ist in der Region weiterhin beträchtlich. Im Zeitraum von 2016 bis 2017 ist die Zahl der unversorgten Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber in Berlin um knapp 40 Prozent und in Brandenburg um 23,6 Prozent gestiegen. In Berlin hätte es statistisch nur für die Hälfte der noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber überhaupt einen Ausbildungsplatz gegeben. Es ist unverantwortlich, dass nach wie vor tausenden jungen Leuten diese wichtige Zukunftsperspektive verwehrt bleibt. Dabei gibt es für Unternehmen keinerlei Ausreden: die Arbeitsagentur stellt ausreichend Hilfen und Unterstützungsleistungen für Auszubildende mit besonderem Förderbedarf zur Verfügung.

Nur wenn die Unternehmen heute in die duale Ausbildung investieren, können sie den Fachkräftebedarf von Morgen sichern. Entscheidend sind die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Ausbildungsplätze, eine anständige Ausbildungsvergütung und gut ausgestattete Berufsschulen in Berlin und Brandenburg. Auch die Weiterqualifizierung der Beschäftigten muss eine höhere Priorität einnehmen, um ihre Potentiale für die Zukunft zu sichern.“


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