Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31/09 - 22.04.2009

Wer bei Gleichstellung in Brandenburg die Nase vorn hat

Wie die Chancengleichheit in Brandenburg ausgeprägt ist, lässt sich ab heute am „Gender Index“ ablesen: Abiturientenquote, Einkommensverteilung oder Chancenverteilung auf dem Arbeitsmarkt, per Knopfdruck lassen sich 19 Kriterien aufrufen.

Dank einer interaktiven Landkarte ist es möglich, jeden Landkreis oder kreisfreie Stadt in Augenschein zu nehmen. Dieses Internetangebot verdankt der DGB einer Kooperation von Hans-Böckler-Stiftung und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Auf einer gemeinsamen Tagung mit dem Frauenpolitischen Rat in Brandenburg wurde heute in Cottbus über Chancengleichheit debattiert: „Es ist auch ein weicher Standortfaktor um zu belegen, wie weit Chancengleichheit vorangeschritten ist“, sagte Doro Zinke, stellv. Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg anlässlich der Konferenz.

In Schweden habe man mit dieser Form der Transparenz gute Erfahrungen gemacht. Ergebnis der jüngsten Untersuchung: Teltow-Fläming hat bei der Gleichstellungspolitik die Nase vorn, die Prignitz bildet leider das Schlusslicht. Die Landeshauptstadt konnte nur den dritten Platz belegen.

Ergänzt wird der „Gender Index“ mit regionalen Hintergrundinformationen, die bspw. über Altersstruktur oder die Zahl der Kitas Aufschluss geben. Jedes Jahr soll der Index aktualisiert werden, damit die Fortschritte in Sachen Gleichstellung dokumentiert werden können.

Infomationen zum Gender Index: http://www.gender-index.de

 


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