Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 55/18 - 07.09.2018
Grundbildung

Weltalphabetisierungstag am 8. September

Deutschlandweit können 7,5 Millionen Menschen nicht richtig lesen, rechnen und schreiben. Alleine in Berlin sind es knapp 300.000. Mehr als die Hälfte dieser Menschen ist erwerbstätig. Darauf machen ARBEIT UND LEBEN und der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Weltalphabetisierungstag aufmerksam. Gerade mit einer fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt und höheren Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können diese fehlenden Fähigkeiten zu einer großen Herausforderung werden. ARBEIT UND LEBEN veröffentlicht zum Weltalphabetisierungstag 2018 einen Netzplan der Berliner U- und S-Bahn, in dem Lern- und Beratungsangebote für Analphabetinnen und Analphabeten in der Stadt verzeichnet sind.

„Lese- und Schreibprobleme sind kein Randphänomen, das machen die Zahlen mehr als deutlich. Sie betreffen nicht nur Jugendliche, sondern alle Altersgruppen. Nicht nur die Schulen sind hier gefragt“, sagt Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Deshalb darf die Grundbildung in den Betrieben kein Randthema bleiben, sondern muss selbstverständlicher Bestandteil beruflicher Weiterbildung werden. Damit sich die Lese- und Schreibfähigkeiten Erwachsener in den nächsten Jahren deutlich verbessern, müssen die Arbeitgeber mehr Verantwortung für den Grundbildungsbedarf ihrer Beschäftigten übernehmen.“

Mit der Nationalen Dekade für Alphabetisierung, deren Partner der DGB im Bund ist, wird auch die arbeitsplatzbezogene Grundbildung gefördert. Bis 2026 sollen die Lese- und Schreibfähigkeiten Erwachsener in Deutschland deutlich verbessert und durch zahlreiche Angebote der Berufseinstieg erleichtert werden.

Konkrete Angebote und Projekte führt auch der Bildungsträger ARBEIT UND LEBEN – DGB/VHS, Berlin-Brandenburg durch. Das Projekt eVideoTransfer verbindet beispielsweise mit E-Learning gezielt Grundbildung und Lernen am Arbeitsplatz. Mit MENTO werden gemeinsam mit dem DGB Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Betroffene in Betrieben fortgebildet.

Der anlässlich des Weltalphabetisierungstages veröffentlichte Grundbildungs-Netzplan soll die Lern- und Beratungsangebote für Analphabetinnen und Analphabeten in der Stadt aufzeigen. Gleichzeitig wird auf dieser Karte nicht nur die breite Angebotspalette in der Stadt deutlich, sondern auch, dass es nach wie vor Lücken im Angebot gibt.

Die U- und S-Bahnkarte zu Grundbildungsangeboten ist unter   http://bit.ly/grundbildung_in_berlin  verfügbar.

 

Hintergrund:

Der Weltalphabetisierungstag wurde 1966 von der UNESCO ins Leben gerufen und soll weltweit an die Problematik des Analphabetismus erinnern. Das Thema ist auch für Industrieländer und damit für Deutschland und Berlin wichtig. Wer nicht ausreichend Lesen, Rechnen und Schreiben kann, hat gerade am Arbeitsmarkt große Probleme eine Anstellung zu finden oder zu behalten.

 

Für Rückfragen zu den Grundbildungsangeboten von ARBEIT UND LEBEN - DGB/VHS Berlin-Brandenburg:

Max Meisenheimer, Fachreferent, Tel.: 030 5130192-33, meisenheimer@berlin.arbeitundleben.de

www.berlin.arbeitundleben.de

 


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Nina Lepsius

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