Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37/2019 - 26.07.2019
CSD 2019

Nicht auf dem Status Quo ausruhen - Gemeinsam hinaus für die Rechte von queeren Menschen

Am 27. Juli 2019 geht die DGB Jugend Berlin-Brandenburg am diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD) für gleiche Rechte für alle Menschen auf die Straße. Insbesondere am Arbeitsplatz kämpfen viele LSBTIQ* Personen weiterhin täglich mit Diskriminierung, sei es schon im Bewerbungsverfahren oder auch durch Mobbing und Ausgrenzung.

Wir als DGB-Jugend begrüßen das Motto des diesjährigen Berliner CSD ‚50 Jahre Stonewall - Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme‘, das an die Ereignisse im Stonewall Inn in der Christopher Street in New York im Jahr 1969 erinnert. Die 1960er Jahre waren für queere Personen geprägt von Polizeigewalt und Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und/oder geschlechtlicher Identität. Am 28. Juni 1969 begann der Widerstand dessen im Stonewall Inn. Lesben, Schwule und insbesondere Schwarze trans Frauen und trans Frauen of Colour wehrten sich gegen die Repressionen und kämpften für ihre Rechte in der Gesellschaft. Es ist wichtig sich dieses historischen Ursprungs der Pride Umzüge bewusst zu sein, und anzuerkennen, dass heutige Errungenschaften maßgeblich von und mit diesen auch heute noch stark diskriminierten Gruppen erstritten wurden.

Allerdings dürfen wir uns nicht auf dem Status Quo ausruhen. Die politischen Auseinandersetzungen müssen weiter gehen. Rechte wie selbstbestimmtes Leben, körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit sollten für alle Menschen selbstverständlich sein und es ist unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung diese umzusetzen. Daher wollen wir den größten CSD in Deutschland nutzen, nicht nur um zu feiern, sondern auch um uns politisch zu positionieren und auf aktuelle Missstände hinzuweisen. Als DGB Jugend setzen wir uns insbesondere für die Rechte von jungen LSBTIQ* Personen am Arbeitsplatz ein. Dies hat eine lange gewerkschaftliche Tradition. Die Gewerkschaften haben sich schon immer gerade für benachteiligte und diskriminierte Menschen eingesetzt, unter anderem seit den 70er Jahren gegen die Kriminalisierung von Homosexuellen am Arbeitsplatz. „Die Gewerkschaften wollen Ansprechpartner_innen in allen Konfliktsituationen sein. Sie beraten über die rechtliche Lage und stehen mit Anwält_innen auch vor Gericht an der Seite von Diskriminierten. Einmal im Jahr mit der Regenbogenfahne zu schwenken reicht dabei nicht – wir brauchen ernst gemeintes Engagement gegen Diskriminierung und Schutz für Personen, die gemobbt, ausgeschlossen oder schikaniert werden.“, so Ryan Plocher, Sprecher des Arbeitskreises LSBTIQ* der DGB Jugend Berlin-Brandenburg. 


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Nina Lepsius

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