Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/2021 - 22.04.2021
DGB/IG Metall/Tarife

Angleichung überfällig! DGB Berlin-Brandenburg unterstützt Forderung der IG Metall zur Angleichung Ost im Rahmen der Übernahme des Pilotabschlusses der Metall- und Elektroindustrie

Der DGB Berlin-Brandenburg unterstützt nachdrücklich die Forderung der IG Metall nach einem tariflichen Angleichungsgeld. Vor den am Donnerstag geplanten Verhandlungen sagte der DGB-Vorsitzende des Bezirks Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: „30 Jahre nach der deutschen Einheit verläuft in der Tariflandschaft der Bundesrepublik noch immer eine Ost-West-Grenze. Es ist höchste Zeit, dieses Kapitel abzuschließen.“ Die Angleichung tariflicher Arbeitsbedingungen sei nicht allein eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Sicherung von Fachkräften, deren Fehlen Arbeitgeber stets beklagten, so Hoßbach.

Mit Warnstreiks und Protestaktionen gegen die Verweigerungshaltung der Metallarbeitgeber verleihen in diesen Tagen Tausende Metallerinnen und Metaller in Berliner und Brandenburger Betrieben ihrer Forderung Nachdruck.

Hintergrund:

Weil in Ostdeutschland die 38-Stunden-Woche gilt (West: 35 Stunden), arbeiten hier Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie etwa vier Wochen im Jahr unbezahlt mehr. Die um drei Wochenstunden längere tarifliche Arbeitszeit macht beim Entgelt für Ostdeutsche 8,5 Prozent Verlust aus. Dieses Geld will die IG Metall für ihre Mitglieder jetzt erstreiten.


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