Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 49/2021 - 30.06.2021
DGB zum Arbeitsmarkt

Ausbildungsmarkt immer noch im Ausnahmezustand

Weitere Anstrengungen nötig

Die sich abzeichnende Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist für den DGB Berlin-Brandenburg ein ermutigendes Zeichen. Dennoch sind vor allem in Berlin im Vergleich zur Vorpandemiezeit erheblich mehr Menschen arbeitslos. Waren im Juni 2019 in Berlin 152.615 Menschen ohne Arbeit, so waren es im Juni 2021 199.345 Menschen. Brandenburg kommt dagegen dem Stand von 2019 schon sehr nahe. Darauf macht Christian Hoßbach, der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, aufmerksam.

„Trotz aller guten Signale sind wir noch nicht über dem Berg. Die Anstrengungen für die Vermittlung in Gute Arbeit, in eine Umschulung oder in eine hochwertige Weiterbildung müssen weiter ausgebaut werden. Ebenso muss der Arbeitsmarkt mit einer Sicherheit vermittelnden Investitionspolitik dauerhaft stabilisiert werden“, ergänzt Hoßbach. „Die Arbeitgeber sind in der Pandemie erheblich unterstützt worden, sie sind jetzt aufgefordert nach vorne zu denken, auf wirtschaftliche Erholung zu setzen und einzustellen.“ Auch mit Unterstützung der Gewerkschaften hat die Bundesagentur für Agentur stark auf Qualifizierung gesetzt. Die Beteiligung an beruflichen Bildungsmaßnahmen ist viel zu gering, mit Blick auf die anstehenden Aufgaben zur Bewältigung der Transformation muss die Leitungsfähigkeit der Arbeitsmarktpolitik gerade in diesem Bereich deutlich zulegen“, sagte Hoßbach. In Berlin waren im Juni etwa 12.000, in Brandenburg etwa 4.500 Personen in BA-geförderten Bildungsmaßnahmen.

„Der Ausbildungsmarkt ist nach wie vor im pandemiebedingten Ausnahmezustand“, stellt Hoßbach fest. „Wir haben gleichzeitig speziell in Berlin zu wenige Ausbildungsplatzangebote und wir haben zuwenige Bewerberinnen und Bewerber. Wir fordern deshalb erneut Schulabgängerinnen und Schulabgänger auf, genauso wie etwas ältere, sich über freie Ausbildungsplatzangebote zu informieren. „Ohne Ausbildungsplätze sind sowohl die Zukunft der Betriebe als auch die Berufschancen der Jugendlichen gefährdet. Die Brandenburger Unternehmen haben das bereits begriffen. In Berlin sind jedoch auch im Juni noch 8.750 Bewerber ohne Ausbildungsplatz. Hier muss das Angebot deutlich steigen“, betont der Gewerkschafter.

Kontakt über Bezirkspressestelle, Tel.: 030 21240-131


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