Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/2022 - 09.02.2022
DGB-Projekt Revierwende

Strukturwandel in der Lausitz nur mit den Menschen

DGB Raute mit Schriftzug "Revierwende"

Wie wird aus der Lausitz nach dem Kohleausstieg eine Zukunftsregion? Zwei Anlaufstellen für Fragen und Ideen dazu laden seit kurzem in Cottbus und Görlitz zur Beteiligung ein, um den milliardenschweren sozial-ökologischen Strukturwandel im Sinne der Betroffenen zu gestalten. Wie sie die Interessen der Beschäftigten und der Region wahren können, war Gegenstand eines Treffens der Lausitzer Projekt-Akteure am Mittwoch in Cottbus.

Porträt Nele Techen

„Strukturwandel gelingt nur mit den Menschen vor Ort, erst recht in dieser Dimension“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen. „Es ist eine Herausforderung, die Menschen zum Bleiben in der Region zu bewegen, und darüber hinaus neue für einen Zuzug zu gewinnen.“ Dazu müssten gute Perspektiven vor allem für junge Menschen geschaffen werden. „Ein neuer Anfang gelingt nur mit guten Arbeits- und Lebensbedingungen für Familien, für Männer, für Frauen. Denn vor allem letztere sind in den vergangenen Jahren verstärkt aus der Region abgewandert“, sagte Nele Techen.

Porträt Marco Bedrich

Der Geschäftsführer der DGB-Region Südbrandenburg, Marco Bedrich, betonte: „Hier vor Ort werden wir genau hinsehen, wie die Mittel für den Strukturwandel verwendet werden. Wir wollen Wertschöpfung in den Kohlerevieren sichern, durch den Erhalt und die Schaffung von existenzsichernden Dauerarbeitsplätzen.“

Porträt Matthias Loehr

Matthias Loehr, Projektleiter der Lausitzer Revierwendebüros, ergänzte: „Für uns stehen im Strukturwandel die Interessen der Beschäftigten an erster Stelle. Wir sind Ansprechpartner und Vermittler vor Ort. Wir prüfen, qualifizieren und finden Wege für die Umsetzung der Ideen.“

Der DGB begleitet Kohleausstieg und Strukturwandel in der Bundesrepublik mit dem Projekt „Revierwende“. Neben den beiden Lausitzer Büros gibt es vier weitere im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier sowie im Saarland.


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