Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35/2019 - 18.07.2019
#StadtLandFair

Gewerkschaften fordern größere Kapazitäten und dichteren Takt überall in Brandenburg

Nahverkehr am Limit

40 Prozent mehr Pendler in Brandenburgs Regionalzügen – und das binnen fünf Jahren: Immer mehr Menschen nutzen und brauchen den öffentlichen Nahverkehr. „Die Kapazitäten sind nicht so mitgewachsen, wie es nötig wäre“, warnt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg. „Die meisten Pendler kennen das Gefühl, wie die Sardine in der Büchse zur Arbeit zu fahren.“ Anlässlich der anstehenden Wahl fordern die Gewerkschaften von der künftigen Landespolitik dichtere Takte, mehr Kapazität und attraktive Arbeitsplätze in allen Verkehrsunternehmen. 

„Zur Arbeit und zum Arzt kommen, nicht abgehängt sein – das ist ein Grundbedürfnis“, sagt Hoßbach. „Für gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land brauchen wir funktionierende Mobilität.“ Durch steigende Pendlerzahlen und Zuzug vor allem ins Berliner Umland wird es in allen Verkehrsmitteln eng, besonders deutlich ist das aber bei der Eisenbahn. Die Zahl der Zugkilometer – sie drückt die insgesamt gefahrene Strecke aus – hat im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zwischen 2012 und 2017 nicht zugenommen. Zwar sind jetzt im Frühjahr Plätze in einigen Regionalzügen deutlich aufgestockt worden, doch der Handlungsbedarf ist nach wie vor riesig. 

„Wir brauchen mindestens Stundentakt im ganzen Land, mehr Züge und entschiedene Investitionen in die Infrastruktur“, sagt der DGB-Bezirksvorsitzende Hoßbach. Besonders bei Bus und Tram hat der DGB die Arbeitsbedingungen im Blick: „Es gibt einen riesigen Bedarf an Fahrerinnen und Fahrern. Aber nur mit besseren Einkommen und Arbeitsbedingungen werden sich mehr Menschen für Verkehrsberufe begeistern lassen. Bei der Auftragsvergabe für Verkehrsleistungen müssen soziale Kriterien beachtet werden, darauf muss auch die Landesregierung hinwirken.“ 

OePNV in Brandenburg

DGB


„Stadt – Land – Fair!“: Unter diesem Motto haben die Gewerkschaften ihre Forderungen an die Landespolitik formuliert. Der DGB vertritt als Dachverband seiner acht Mitgliedsgewerkschaften in der Region über 160.000 Gewerkschaftsmitglieder in Brandenburg.

Unser Forderungspapier: berlin-brandenburg.dgb.de/ltw-dgb

Twitter: #StadtLandFair 


Nach oben

Bezirks-Newsticker

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Das starke Wachstum der Hauptstadtregion muss gestaltet werden
Der neue Landesentwicklungsplan für Berlin und Brandenburg bringt Planungssicherheit und ist Ergebnis der stärkeren Zusammenarbeit der beiden Länder, sagt der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. Zur Pressemeldung
Link
DGB diskutiert Strukturwandel: "Nach der Kommission ist vor dem Umbau"
Wovon leben die Menschen in der Lausitz in Zukunft? Wie gelingt die Entwicklung neuer, guter Arbeit? Darüber sprechen wir vor der Landtagswahl mit den Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen. Die Kommission für Strukturwandel, Wachstum und Beschäftigung hat einen guten Kompromiss gefunden, den die Gewerkschaften mit durchgesetzt haben. Jetzt geht es darum, die Vereinbarungen umzusetzen. zur Webseite …
Artikel
Tragfähige Perspektiven, nachhaltige Investitionen, tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsplätze
Die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung kommt in die Phase finaler Beratungen. Die DGB-Vorsitzenden der heutigen Kohleländer richten deshalb einen Offenen Brief an die Vorsitzenden der Kommission. Tragfähige Perspektiven, nachhaltige Investitionen und die Sicherung und Schaffung von tarifvertraglich abgesicherten Arbeitsplätzen sind entscheidend, um die Ziele Energiewende und Klimaschutz in einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft zu erreichen. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten