Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33/2020 - 28.04.2020
Workers' Memorial Day

Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist existenziell

Am 28. April wird weltweit der Beschäftigten gedacht, die während der Arbeit erkrankt oder verunglückt sind. Zum Workers' Memorial Day ruft der DGB zu einer Schweigeminute um 12 Uhr auf. Nach den letzten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2018 starben in Brandenburg 19 Menschen bei Arbeitsunfällen, in Berlin gab es sieben Todesopfer. Insgesamt waren 25.444 Arbeitsunfälle in Brandenburg meldepflichtig. In Berlin lag die Zahl im Jahr 2018 bei 32.257. Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle zeigt die ungebrochene Bedeutung des Themas.

Dazu erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg: „Gerade in Pandemiezeiten ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz existentiell. Die Gesundheit der Beschäftigten muss auch am Arbeitsplatz geschützt werden, denn jeder Erkrankte und jeder Unfall ist einer zu viel. Für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb ist der Arbeitgeber zuständig, und der Betriebs- oder Personalrat ist zu beteiligen. Nötig sind aktuelle Gefährdungsbeurteilungen, die systematisch betrachten: wo droht im Betrieb Gefahr für die Gesundheit?
Mit technischen Schutzvorrichtungen alleine ist es oft nicht getan. Denn damit die Schutzvorschriften auf dem Papier nicht im Arbeitsstress untergehen, brauchen die Kolleginnen und Kollegen auch die erforderliche Zeit und den nötigen Raum für ein sicheres und geschütztes Arbeiten. Nur so bleibt auch der Betrieb dauerhaft arbeitsfähig.“

DGB-Positionspapier zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in und nach der Corona-Pandemie


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