„Es ist sehr bedauerlich, dass viele Unternehmen in Ostdeutschland offenbar noch immer nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben. Sie beklagen Fachkräftemangel und stöhnen über zu viel Bürokratie.
Dabei könnte es so einfach sein: Wenn sie Fachkräfte gewinnen wollen, müssen sie mehr ausbilden – und zwar zu attraktiven Bedingungen und mit guten Perspektiven. Wenn sie Fachkräfte halten wollen, müssen sie den Menschen anständige Löhne zahlen und für gute Arbeitsbedingungen sorgen – mit Tarifverträgen. Wenn sie vermeiden wollen, Opfer von Dumpingkonkurrenz zu werden, setzen sie sich für eine allgemein hohe Tarifbindung in ihrer Branche ein.
Es gibt ein großes inländisches Fachkräftepotenzial. Hier gilt es, den Mismatch auf dem Arbeitsmarkt zu reduzieren, in Weiterbildung zu investieren und die Rahmenbedingungen zu verbessern. So arbeitet fast jede zweite Brandenburgerin in Teilzeit. Viele von ihnen wären bereit, die Arbeitszeit zu erhöhen, wenn die Rahmenbedingungen in Betrieb und Gesellschaft stimmen.
Erwerbsmigration kann die genannten Maßnahmen ergänzen, wo das inländische Potenzial nicht ausreicht. Hier ist entscheidend, dass die Erwerbsmigration fair gestaltet wird: Tariflöhne und unbefristete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung müssen der Standard sein. Lohn- und Sozialdumping sind für uns auch an dieser Stelle ein absolutes No-Go.“
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