Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52/2021 - 29.07.2021
Arbeitsmarkt

DGB: Politik muss Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen

Hoßbach: Wer keine Lehrstellen schafft, riskiert Leerstellen

Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg ist weiter auf Stabilisierungskurs. In Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote trotz leichten saisonalen Anstiegs seit April 2020 zum zweiten Mal unter der 6-Prozent-Marke. Auch in Berlin stieg die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der Ferienmonate wieder an. Dennoch blieb die Arbeitslosenquote zum zweiten Mal in Folge seit April 2020 unter 10 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin um 14.498 Personen zurückgegangen, in Brandenburg um 9.426. „Problematisch ist trotz der relativ guten Entwicklung die noch weiterhin hohe Zahl Langzeitarbeitsloser. Allein in Berlin sind 78.104 Menschen betroffen, das sind 29.100 mehr Langzeitarbeitslose als vor einem Jahr“, sagte der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, am Donnerstag in Berlin. „Hier fordern wir klare Antworten der Parteien, wie sie den Arbeitsmarkt nach den Wahlen zum Bundestag und zum Berliner Abgeordnetenhaus für alle Beschäftigtengruppen weiter stärken wollen“, so Hoßbach.

„Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs klafft noch immer eine große Lücke bei den Berliner Ausbildungsplätzen“, kritisierte Christian Hoßbach. In der Hauptstadt gibt es derzeit noch 7.643 unversorgte Bewerber:innen und 5.641 unbesetzte Ausbildungsstellen. Erneut ist das Angebot für betriebliche Ausbildungsbildungsstellen eingebrochen. Das belegen Zahlen zum Ausbildungsmarkt, die die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur für Arbeit am Donnerstag vorlegte.

„Jetzt müssen dringend zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Wer keine Lehrstellen schafft, riskiert in einigen Jahren Leerstellen in Produktion, Verwaltung und Dienstleistung. Unternehmen dürfen sich nicht darauf ausruhen, wenn junge Bewerber:innen derzeit noch zögern und verunsichert sind“, sagte Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg.

Im Vergleich zu 2019/2020 sei es aktuell etwas besser gelungen, Jugendliche am Ausbildungsmarkt zu versorgen, so Hoßbach, darunter auch nahezu 6.000 Altbewerber:innen. „Die Suche nach Ausbildungsplätzen geht jetzt auf die Zielgerade. Die hohe Anzahl unbesetzter Stellen und mehrere Sonderprogramme bieten gute Chancen, junge Menschen noch in Ausbildung zu bringen“, betonte der Gewerkschafter. "Interessierte können sich unter ausbildung.berlin informieren. Seit Kurzem sind die Jugendberufsagenturen wieder vor Ort erreichbar. Wir empfehlen, den persönlichen Kontakt zu nutzen. Neben Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche gibt es hier auch Unterstützung für die Berufsorientierung“, sagte Christian Hoßbach.

Der DGB werde die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Blick behalten und weiter für mehr Ausbildungsplätze streiten.


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