Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 32/09 - 23.04.2009

Girls' Day 2009: Nicht in Sozialberufe abdrängen lassen

“Junge Frauen sind häufig besser qualifiziert, haben die besseren Zensuren beim Konkurrieren um Ausbildungsplätze, aber werden vielfach nur zweiter Sieger. Die in Unternehmen geschätzten Soft skills, die junge Frauen besitzen, nutzt man öfters aus, um sie in Sozialberufe abzudrängen. Das muss sich ändern!

Da Frauen im Schnitt 22 Prozent weniger Lohn erhalten, arbeiten sie bis zum 20. März eines jeden Jahres quasi „umsonst“. Auch das muss geändert werden, wenn Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier stehen soll.“ Doro Zinke, stellv. Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg begrüßte am Girls´Day die jungen Frauen und ermutigte sie, sich ihre Chancen zu erkämpfen und nicht darauf zu warten, dass sie einen Platz in der Gesellschaft angeboten bekommen.

In diesem Jahr wird der 9. Girls´Day begangen, in Berlin mit einer Rekordbeteiligung. Über 100 Unternehmen, zu denen auch der DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg, die GEW Berlin und das Berufsfortbildungswerk (bfw) gehören, laden regelmäßig Berliner Schülerinnen ein, um ihnen technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe, in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind, näher zu bringen.

Unter dem Motto: „Löten, Bohren, Drehen und Fräsen – Alles selber ausprobieren“, können die Schülerinnen der Loschmidt Oberschule in Charlottenburg in den Werkstätten des bfw (Klarenbachstraße 1 – 4 in Moabit) ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren und sich über Ausbildungsberufe informieren. Neu in diesem Jahr: Wir bilden „Tandems“, Umschüler/innen werden Patinnen bzw. Paten der Schülerinnen. Damit wird ein intensiver persönlicher Kontakt möglich. Für individuelle fachliche Fragen stehen die Teilnehmerinnen des Handwerkerinnenprojekts des bfw bereit.


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