Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 64/18 - 01.12.2018
Handwerk

DGB schlägt beim Gesellentag Qualifizierungsprogramm des Landes zur Digitalisierung vor

„Sozialpartnerschaft – ein Modell mit Zukunft?“ - unter dieser Frage findet am Samstag (1. Dezember) in Potsdam der 6. Berlin-Brandenburger Gesellentag statt. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach wird teilnehmen und mit den Gesellinnen und Gesellen darüber diskutieren, wie Sozialpartnerschaft konkret in den Handwerksbetrieben umgesetzt werden kann.

Auf der Agenda steht in Potsdam auch die im September vorgestellte Initiative "Zukunft des Handwerks in Brandenburg", deren konkrete Umsetzung beim Gesellentag diskutiert werden soll. Um das Handwerk in Brandenburg mit seinen etwa 160.000 Beschäftigten zu stärken, haben DGB, Handwerkskammertag Brandenburg und das Land Brandenburg sich in dieser Initiative dazu bekannt, dass Tarifbindung, gute Ausbildung, Digitalisierung und Bekämpfung der Schwarzarbeit Erfolgsfaktoren dafür sind. Der DGB wird seine Vorschläge präsentieren. So soll die betriebliche Ausbildung nach den Vorstellungen des Gewerkschaftsbundes durch eine Umlage der Betriebe gestärkt werden. Bei der Tarifbindung sieht der DGB auch das Land Brandenburg in der Pflicht. „Öffentliche Aufträge für Handwerksleistungen sollen künftig nur an Betriebe mit Tarifvertrag gehen“, fordert Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg. Um die Digitalisierung im Sinne guter Arbeit zu gestalten, schlägt der DGB ein Landesprogramm zur Beratung und Qualifizierung von Betriebsräten vor.

Der Berlin-Brandenburger Gesellentag findet seit 2012 bereits zum 6. Mal statt. Auf Einladung der Arbeitnehmer-Vizepräsidentin und der -präsidenten der vier Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg wollen die Gesellinnen und Gesellen mit der Politik ins Gespräch kommen und zeigen, dass die Arbeitnehmervertreter sich einbringen, um das Handwerk in der Region voran zu bringen.

Sprechen werden auf dem Gesellentag neben Landeswirtschaftsminister Steinbach unter anderen Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), und der DGB-Bezirksvorsitzende Christian Hoßbach.


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Nina Lepsius

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