Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 66/2019 - 25.11.2019
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Keine Toleranz gegenüber Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen mahnt der DGB entschiedenes Eintreten für die Rechte und Würde von Frauen an. „Gewalt an Frauen zu Hause, auf der Arbeit und in der Öffentlichkeit ist ein Angriff auf die Menschenrechte und kein reines Frauenthema“, sagt Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Auch am Arbeitsplatz erleben Frauen Gewalt und Belästigung. Gegenüber sexistischen Sprüchen, ungewünschten Berührungen und anderen Übergriffen darf es keine falsche Toleranz geben.“

Mit der Verabschiedung der Konvention 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Juli 2019 wurde endlich ein internationales Übereinkommen mit verbindlichen weltweiten Mindeststandards gesetzt. Es ist erstmals eine Einigung auf eine weltweit gültige Definition von Gewalt und sexueller Belästigung erzielt worden. „Dieses Übereinkommen ist ein Meilenstein und muss von der Bundesregierung zeitnah ratifiziert werden“, fordert Staack.

Eine Studie im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigte kürzlich, dass etwa jede elfte erwerbstätige Person in Deutschland im Zeitraum der letzten drei Jahre von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen war. Dabei Frauen mit einem Anteil von rund 13 Prozent signifikant häufiger als Männer mit einem Anteil von fünf Prozent sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt.

„Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen“, betont Staack. „Betriebsvereinbarungen können helfen, Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu vermeiden oder gezielt aufzuklären und zu verfolgen.“

 


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Nina Lepsius

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