Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31/13 - 20.06.2013

"Er hat ein knallrotes Mitgliedsbuch": Gewerkschafter auf CSD-Parade mit eigenem Festwagen

 

Mehr als 50 Prozent aller Lesben und Schwulen verschweigen am Arbeitsplatz ihre sexuelle Identität, weil sie Benachteiligungen und Spießrutenlaufen befürchten. Auch deshalb wird die Parade zum Christopher-Street-Day in diesem Jahr erneut dazu genutzt, Diskriminierung im Arbeitsleben anzuprangern und für eine Kultur des toleranten Miteinanders zu werben. Unter den DGB-Gewerkschaften setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, Arbeitsgemeinschaften für Homosexuelle und ihre spezifischen Anliegen einzurichten: Während die GEW und ver.di seit Jahrzehnten aktiv sind, betritt die Baugewerkschaft Neuland mit ihrem Arbeitskreis „IGay Bau“. 50 Kolleginnen und Kollegen nutzen in diesem Jahr den DGB-Wagen 20 a auf der CSD-Parade.

Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg, unterstrich die Bedeutung des CSD im Kampf für Menschenrechte und gesellschaftliche Gleichstellung: Sie forderte die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare im Bürgerlichen Gesetzbuch und machte sich für die gesellschaftliche Akzeptanz von Regenbogenfamilien stark.

Um 9 Uhr beginnt am kommenden Samstag (22. Juni) das Schmücken des CSD-Wagens in der Keithstraße vor dem DGB-Haus; 12 Uhr 30 startet der Demonstrationszug an der Joachimstaler Straße


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Nina Lepsius

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