Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 44/2021 - 09.06.2021
DGB zu Kurzarbeit:

Auch Aufstockung muss verlängert werden

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert. Wer nach dem 31. März 2021 in Kurzarbeit gegangen ist, bekommt jedoch keine Aufstockung mehr. 

Dazu sagte der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: „Kurzarbeit hat den Arbeitsmarkt während der Corona-Pandemie stabilisiert. Gut, dass der vereinfachte Zugang weiterhin möglich ist. Nicht alle Branchen können kurzfristig auf das Vorkrisenniveau hochfahren, etwa die Gastronomie, der Handel und die Reisebranche.“ Der DGB halte es auch für richtig, dass der Staat die Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden bei der Kurzarbeit weiterhin bis Ende September vollständig übernehme und so die Betriebe entlaste.

Hoßbach weiter: „Bei der Unterstützung der Beschäftigten muss die Politik aber dringend nachbessern.  Denn wer nach dem 31. März erstmals in Kurzarbeit ging, erhält die bis dahin mögliche Aufzahlung des Kurzarbeitergeldes nicht mehr. Weil die Union dies blockiert hat, werden davon jetzt alle Neu-Kurzarbeitenden betroffen sein. Das ist ungerecht. Eine Verlängerung der stufenweisen Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf 70/77 beziehungsweise 80/87 Prozent vom Netto ist dringend geboten. Denn 60/67 Prozent vom Netto reichen nicht aus, um mit Kurzarbeit über die Runden zu kommen.“ 

Bisher galt: Ab dem vierten Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld unter bestimmten Voraussetzungen auf 70 beziehungsweise auf 77 Prozent für Familien erhöht werden. Ab dem achten Bezugsmonat sind Zahlungen von 80 beziehungsweise 87 Prozent möglich. Das gilt nun nur noch für diejenigen, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März entstanden war.


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