Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 07/14 - 27.02.2014

DGB fordert Neuorientierung bei der Arbeitsförderung

Die erschreckend hohe Zahl an Langzeitarbeitslosen von 124.000 in der Region Berlin-Brandenburg muss alle politisch Verantwortlichen aufrütteln. Der DGB regt in einem Bündel an Maßnahmen eine Neuorientierung bei der Arbeitsförderung an.

Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin und Brandenburg wies darauf hin, dass der Jobzuwachs in der Region vornehmlich zu prekärer Beschäftigung führe. Rund 21 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg seien mittlerweile im Niedriglohnsektor beschäftigt. Ausdrücklich würdigte die DGB-Vorsitzende die Bemühungen von Arbeitsagenturen und Jobcentern, energischer gegen sittenwidrige Löhne vorzugehen: “Wer Lohndrückerei betreibt und Menschen ausbeutet, der darf nicht noch mit Steuergeldern belohnt werden.“

Zu den Forderungen einer Neuausrichtung zählen u.a.:

aktiv gegen sittenwidrige Löhne vorzugehen;

Lohnkostenzuschüsse nur bei tariflicher Bezahlung zu gewährleisten;

die sog. Zumutbarkeit neu zu definieren und nur auf Arbeitsplätze zu vermitteln, die tariflichen Regelungen entsprechen.

Zinke sprach sich ferner dafür aus, bei der Jobvermittlung Qualifikationen von Arbeitslosen nicht zu entwerten, sondern stärker ihren Potenzialen nachzuspüren, um zielgerichteter neue Beschäftigung zu finden.


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Nina Lepsius

Nina Lepsius

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