Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/19 - 01.03.2019
Arbeitsmarkt

Hoßbach (DGB): Der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit drängt

Die Beschäftigung in der Region wächst nach dem saisonalen Rückgang im Winter weiter. Gerade jetzt müssen auch diejenigen eine Chance bekommen, die schon lange arbeitslos sind: In Berlin betrifft das rund 26 Prozent der Arbeitslosen, in Brandenburg sogar 36 Prozent. In einigen Kreisen Brandenburgs sind die Zahlen weitaus dramatischer: Im Landkreis Oder-Spree sind 44,1 Prozent der Arbeitslosen schon mehr als ein Jahr auf Jobsuche, im Landkreis Oberhavel 40,3 Prozent und in der Uckermark sogar 47,1 Prozent – hier bei einer Arbeitslosenquote, die deutlich über dem Brandenburger Durchschnitt liegt.

„Das ist ein bedrückendes Problem für die betroffenen Menschen und für die Regionen“, sagt Christian Hoßbach, Vorsitzender der DGB Berlin-Brandenburg. „Ursache der Arbeitslosigkeit sind in erster Linie fehlende Arbeitsplätze, nicht Defizite der arbeitslosen Menschen. Aufschwung und Arbeitskräftebedarf kommen bei Langzeitarbeitslosen aber noch viel zu wenig an. Darum müssen die Arbeitsagenturen jetzt den Blick auf eine gute Qualität der Beratung und Betreuung richten. Aber auch die Betriebe müssen sich bewegen: Arbeitslosen eine Chance geben, in die Einarbeitung investieren und die ein Weiterkommen im Betrieb ermöglichen.“


(Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit)

 


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