Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 41/2020 - 18.05.2020
Unabhängige Beratungsstelle gefordert

Ausbildung in Brandenburg gut durch die Krise bringen

„Die berufliche Ausbildung ist eine wirtschaftliche Existenzfrage für die Fachkräftesicherung in Brandenburg“, sagt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg.

„Wir sind deshalb froh, dass das Stellenangebot fürs kommende Ausbildungsjahr in Brandenburg weniger stark eingebrochen ist, als anderswo.“ Viele Unternehmen hätten offenbar mit Blick auf die Zukunft vernünftig gehandelt.

Dennoch reiche das Ausbildungsangebot nicht aus, warnt der Gewerkschaftsbund. Auch Bewerbungsverfahren verzögerten sich wegen unter Pandemiebedingungen teilweise verschobenen Vorstellungsgesprächen; die Berufsberatung laufe nur stark eingeschränkt.

„Wer sich für eine Ausbildung interessiert, sollte jetzt von sich aus bei der Arbeits- oder Jugendberufsagentur nachfragen“, rät Hoßbach. Für Jugendliche wie Betriebe gleichermaßen wichtig sei, dass die Qualität der Ausbildung stimmt, sagt der Gewerkschafter.

„Auch in Coronazeiten gibt es keine Ausbildung light. Auszubildende, die ihr Berufsfeld nicht richtig kennenlernen, sondern zu Hilfsarbeiten herangezogen werden, brechen häufiger ab.“

Damit Jugendliche zu ihrem Recht kommen und die Ausbildung auch Schwierigkeiten überstehe, fordert der DGB schon seit längerem eine unabhängige Beratungsstelle für Auszubildende. „Das Thema steht im Koalitionsvertrag und sollte jetzt zügig abgearbeitet werden“, fordert der DGB-Bezirksvorsitzende.


Nach oben

Ansprechpartnerin Presse

Nina Lepsius

Nina Lepsius

↗ Presse- und Öffentlichkeits- arbeit

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

nina.lepsius@dgb.de

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Zuletzt besuchte Seiten