Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 32/18 - 02.05.2018

DGB Berlin-Brandenburg gedenkt dem 85. Jahrestag der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser in Berlin am 2. Mai 1933

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg gedenkt am heutigen Mittwoch, den 2. Mai, mit einer Gedenkfeier am früheren Sitz seiner Vorläuferorganisation ADGB der Erstürmung aller Gewerkschaftshäuser in Berlin vor 85 Jahren durch die nationalsozialistischen Machthaber. Am 2. Mai 1933 besetzten SA-Leuten alle Gewerkschaftshäuser, verhafteten viele Gewerkschaftsfunktionäre und enteigneten das gesamte Vermögen der Gewerkschaften. Zahlreiche aktive Gewerkschaftsmitglieder wurden vom nationalsozialistischen Terrorregime systematisch verfolgt und ermordet.

Im Rahmen der Gedenkfeier sagte Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes: „Der 2. Mai sollte für uns auch eine Mahnung sein, dass man sich neuen und alten Faschisten konsequent entgegenstellen muss, mit allem Engagement. Gewerkschaften müssen sich einmischen, für Demokratie, Menschenwürde und Respekt!“

Der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach sagte in seiner Eröffnung: „Der 2. Mai ist der dunkelste Tag in der Gewerkschaftsgeschichte in Berlin und Brandenburg. Wir werden die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter nicht vergessen, die unter Einsatz von Freiheit, Gesundheit und Leben den Widerstand gegen den Faschismus organisierten. Auch heute gilt es, unsere Demokratie zu verteidigen, gegen die großen Vereinfacher und Spalter. Wenn einzelne Gruppen angegriffen werden, wie jüngst mit den Angriffen auf Kippa-Träger geschehen, müssen wir sofort reagieren.“


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